Hendschiken
Sieben Wochen Totalsperrung: Die Bünzbrücke wird stabilisiert

Die Sperrung gilt ab dem 25. Mai. Die Verkehrsteilnehmenden werden in dieser Zeit über Othmarsingen umgeleitet.

Anja Suter
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Derzeit laufen bei der Bünzbrücke die Vorbereitungsarbeiten.

Derzeit laufen bei der Bünzbrücke die Vorbereitungsarbeiten.

Anja Suter

Seit 1963 ist sie da. Die Brücke, die es den Hendschikern ermöglicht, direkt über die Bünz nach Dottikon zu kommen und umgekehrt. Das Besondere an der Bünzbrücke: Sie hat ein schiefwinkliges Tragwerk. Das heisst, im Grundriss weist die Brückenachse gegenüber den Wänden der Widerlager einen Winkel von 36 Grad auf. 2005 wurde die letzte Reparatur an der Brücke vorgenommen. Die statische Überprüfung ergab, dass der Randbereich nicht mehr genügend tragfähig ist, wie David Probst, Projektleiter der Abteilung Tiefbau, vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt, bestätigt. «Die Ränder der Brücke wurden dann mit Pollern ausgestattet, somit konnte verhindert werden, dass Lastwagen darüberfahren.»

Sperrung dauert sieben Wochen

Nun soll die Brücke saniert werden. Dabei handelt es sich um Verstärkungsmassnahmen, wie der Projektleiter sagt. Probst erklärt:

«Die bestehende Brücke wird mit einer zusätzlichen Schicht Ultra-Hochleistungs-Faserbeton verstärkt.»

Bei dem Faserbeton handelt es sich um einen neuartigen Baustoff, der eine sehr hohe Druckfestigkeit aufweist. Zusätzlich werden auch ein Teil des Fahrbahnbelages Richtung Hendschiken erneuert und das Geländer durch Leitplanken ersetzt. Die Sanierung der Brücke wird sieben Wochen in Anspruch nehmen, sie dauert vom 25. Mai bis am 9. Juli, so Probst. «Wir arbeiten mit einer Totalsperrung.» Würde man jeweils nur eine Fahrbahn sperren, würde die Verkehrsbehinderung doppelt so lange dauern, erklärt der Projektleiter. «Wir streben eine möglichst kurze Bauzeit an.» Der Verkehr wird in der Zeit der Sperrung über Othmarsingen umgeleitet. In der Anfangszeit werde ein Verkehrsdienst aufgeboten, damit es bei den neuralgischen Kreuzungen keinen Rückstau gibt. Die Kosten für das Kantonsprojekt belaufen sich auf 810'000 Franken.

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