Meisterschwanden
Jetzt wird für den neuen Werkhof gegraben – aber nicht zu tief

Der Spatenstich zum 4,5 Millionen Franken teuren Werkhof ist getan. Ein Teil des Areals wird frei bleiben.

Janine Gloor
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Gemeindepräsident Ueli Haller (auf dem Bagger stehend) und Vertreter der Gemeinde sowie des Architekturbüros stechen das «Basmätteli» an. JGL

Gemeindepräsident Ueli Haller (auf dem Bagger stehend) und Vertreter der Gemeinde sowie des Architekturbüros stechen das «Basmätteli» an. JGL

Janine Gloor

Es blieb nicht beim symbolischen Spatenstich: Mehrere Anwesende packte die Lust, sich in den Bagger zu setzen und eine Schaufel voll Erde aus dem «Basmätteli» zu stechen. «Jetzt kommt dann bald der erste Kühlschrank zum Vorschein», sagte ein junger Angestellter der Werkbetriebe.

Ein Scherz, doch mit einem Hintergrund, beziehungsweise Untergrund: Der neue Werkhof wird auf eine ehemalige Bauschuttdeponie gebaut. «Hier befand sich ein Tobel, das mit Bauschutt aufgefüllt wurde», sagte Gemeindeammann Ueli Haller und zeigte über das Basmätteli.

Für 4,5 Millionen Franken entsteht hier ein neuer Werkhof. Auf eine Unterkellerung wurde wegen der Altlasten verzichtet. «Wir reden hier nicht von 100 000 Franken, sondern von mehreren Millionen», sagte Haller. Das war selbst Meisterschwanden zu teuer. Stattdessen werden die Altlasten für 440 000 Franken minimal entsorgt und versiegelt.

Visitenkarte aus Holz

Die Ausschreibung für den neuen Werkhof hat das Architekturbüro Aeschlimann Hasler Partner gewonnen. Die Zürcher Firma hat auch das neue Bettenhaus des Spitals Triemli entworfen. Thomas Hasler erklärte auf der regennassen Matte, wie der zukünftige Werkhof aussehen wird. «An der Aescherstrasse werden drei Kuben stehen.» Diese haben verschiedene Volumen, die Grösse sei an das Bauvolumen angepasst, an das man in Meisterschwanden gewöhnt sei.

Die neue Verlängerung der Flückenstrasse wird der Zufahrtsweg zum Werkhof. Entlang der Flückenstrasse wird eine Unterflurentsorgungsstelle platziert, wie sie heute schon beim Sammelplatz Hüetli besteht. Dort hätte ursprünglich auch ein neuer Werkhof gebaut werden sollen. «Das Projekt scheiterte jedoch am Widerstand der Nachbarn», sagte Ueli Haller. Das «Basmätteli» dagegen sei ideal für den Werkhof, eingangs Dorf werde das Gebäude, das von der Fundamentplatte aufwärts nur aus Holz bestehen wird, als Visitenkarte dienen. Ein Meisterwerk für Meisterschwanden.

Zwei Drittel des Areals werden vom Werkhof belegt sein. «Ein Drittel bleibt frei für die Gemeinde oder das Kleingewerbe», sagte Haller. «Mehr als zehn Jahre hat Meisterschwanden dieses Projekt beschäftigt.» Jetzt geht es los. Bis Weihnachten sollen die Kuben stehen, die Ausbau- und Umgebungsarbeiten folgen im neuen Jahr und in ungefähr einem Jahr soll der Leiter der Werkbetriebe, Stefan Vatter, den Schlüssel zu seinen neuen Hallen erhalten. Auch er ist zufrieden mit dem Projekt. «Es wird vieles einfacher machen, wenn wir alles an einem Ort haben.» Heute muss Vatter viel Zeit aufwenden, um zwischen seinen verschiedenen Arbeitsplätzen hin- und herzuwechseln.

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