Lenzburg
Kein Medienzentrum «Im Lenz»

Ringier Axel Springer Schweiz AG kommt mit dem Zeitschriftenbereich nicht in den Aargau: Der Standort Lenzburg hatte gegenüber Zürich Altstetten das Nachsehen.

Ruth Steiner
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Gesamtansicht des neuen Areals «Im Lenz» (Visualisierung). zVg

Gesamtansicht des neuen Areals «Im Lenz» (Visualisierung). zVg

Losinger Marazzi

Im Oktober war durchgesickert, dass die Medienhäuser Ringer und Axel Springer unter anderem Lenzburg als möglichen Standort für ihr geplantes Joint Venture evaluieren. Konkret war die Rede von einer Mietfläche von 10 000 Quadratmetern im neuen Quartier «Im Lenz».

Doch daraus wird nun nichts: Ringier Axel Springer Schweiz AG zieht nach Zürich-Altstetten, teilt das Onlineportal persoenlich.com mit. Bis Ende 2016 sollen die Zeitschriften-Bereiche der Firmen als Joint Venture im Flurpark angesiedelt werden. In Lenzburg und bei der Standortförderung Aargau, welche sich für das Projekt eingesetzt hatte, wird der Entscheid bedauert.

Dass Lenzburg letztendlich das Nachsehen hatte, ist laut Annelise Alig Anderhalden, Leiterin Aargau Services Standortförderung, eine Zeitfrage. «Das Objekt in Zürich ist rascher bezugsbereit als die Liegenschaften in Lenzburg.» Alig ist überzeugt, dass man mit Lenzburg ein attraktives Angebot unterbreiten konnte. Man habe die Bedürfnisse von Ringier-Axel Springer im Voraus genau eruiert und das Angebot auf die Kundenwünsche ausgerichtet.

Der Zuzug des Joint Venture wäre dem Aargau gut bekommen, ist man bei der Standortförderung überzeugt. Dazu sagt Alig: «Abgesehen von den zahlreichen Arbeitsplätzen wäre es eine interessante Erweiterung des bestehenden Branchenprofils für Lenzburg aber auch den Kanton als Gesamtes gewesen. Und zudem hätte der renommierte Namen Ringier-Axel Springer Schweiz AG gut in den Aargau gepasst.» Bei der Realit AG, Lenzburg, die für das Gros der Vermietungen «Im Lenz» zuständig ist, nimmt man an, dass Zürich aufgrund des Arbeitsmarktes der Vorzug gegeben wurde.

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