Beinwil am See

Kita Lollipop muss Auflagen erfüllen, dann erhält sie die Bewilligung

Valeria Braga Meister (Mitte) ist Brasilianerin und leitet die Kita Lollipop seit August 2013.

Valeria Braga Meister (Mitte) ist Brasilianerin und leitet die Kita Lollipop seit August 2013.

Die Kindertagesstätte Lollipop in Beinwil am See erhält bis Ende Jahr eine Betriebsbewilligung mit Auflagen. Unter anderem muss die Leiterin mit brasilianischen Wurzeln einen Deutschnachweis vorlegen.

Valeria Braga Meister, 47 Jahre, verheiratet und Mutter einer elfjährigen Tochter, leitet die Kindertagesstätte Lollipop. Im August 2013 eröffnete sie die Kita im oberen Stock des Restaurants La Dolce Vita, zusammen mit ihrem Team betreut sie Kleinkinder ab drei Monaten und Kinder bis und mit Primarschulalter.

Der Gemeinderat Beinwil hat der Krippenleiterin aus Brasilien für ein weiteres Jahr eine provisorische Betriebsbewilligung erteilt. Diese gilt bis 31. Dezember 2015. Die Bewilligung ist jedoch mit Auflagen verknüpft: Valeria Braga Meister muss das Qualitätslabel für Kindertagesstätten erwerben. Auch muss sie einen Deutschnachweis erbringen. Sie hat in Brasilien alle Ausbildungen für die Leitung einer Kita absolviert. Diese Diplome müssen jetzt noch in der Schweiz anerkannt werden.

Liegen diese beiden Nachweise vor, wird ihr der Gemeinderat die definitive Betriebsbewilligung erteilen. Zwar ist die Gemeinde für die Erteilung von Bewilligungen für Kitas sowie deren Kontrollen zuständig. Dabei stützt sie sich aber auf die Pflegekinderverordnung.

Der Gemeinderat habe Valeria Braga Meister mal bis Ende Jahr die provisorische Betriebsbewilligung erteilt, sagt Gemeinderätin Jacqueline Widmer. Damit habe man der Kitaleiterin genügend Zeit für die Erbringung der Leistungsnachweise geben wollen. Valeria Braga Meister bezweifelt allerdings, ob sie dies schafft. Um das Qualitätslabel zu erhalten, müsse man einen Lehrgang mit mehreren Modulen absolvieren. Das sei zeitaufwendig, ausserdem müsse sie für diese Zeit eine Krippenleiterin engagieren.

Beinwil am See begrüsst Kindertagesstätten, sagt Jacqueline Widmer. Obwohl: «Wir sind verwöhnt, haben wir doch gleich zwei Kitas.» Diese konkurrenzierten sich aber nicht, weil die eine ein alternatives Angebot habe. Gemeinderätin Widmer sagt auch, dass in Beinwil am See Kitas wohl gefragt seien, die Nachbarschaftshilfe im Dorf aber noch sehr gut funktioniere.

Bis jetzt erhalten die Kitas keine finanzielle Unterstützung von der Gemeinde. Dies könnte sich in ferner Zukunft einmal ändern, sagt Jacqueline Widmer. «Dann dürften eher die betroffenen Familien die Beträge erhalten, direkt und einkommensabhängig.»

Meistgesehen

Artboard 1