Rupperswil

Lärmstreit beim FC: Anwohner stören sich an den Lautsprecher-Durchsagen

Das neue Klubhaus: Der Fussballklub Rupperswil zügelt zur Stockhard-Kiesgrube. (Heinz Fröhlich)

Auf dem Stockhard-Platz stehen die Steine des Anstosses – eine Lautsprecheranlage.

Das neue Klubhaus: Der Fussballklub Rupperswil zügelt zur Stockhard-Kiesgrube. (Heinz Fröhlich)

Der Gemeinderat befasst sich momentan mit Lärmbeschwerden auf dem Stockhard-Platz. Der FC will sich dazu nicht äussern.

Viele Fussballklubs beneiden den FC Rupperswil wegen seiner guten, insgesamt etwa fünf Millionen Franken teuren Infrastruktur. Weil sein ehemaliges «Waldstadion» dem Auenpark weichen musste, erhielt er 2010 auf dem Areal der aufgefüllten Kiesgrube Stockhard einen neuen Spielplatz mit einem grosszügigen Garderobengebäude.

Sechs Jahre später konnte dort ein zweites Feld eingeweiht werden. Der Verein verfügt seit dem Juni 2016 erstmals seit seiner Gründung im Jahr 1932 über zwei Spielplätze. Die Infrastrukturprobleme scheinen auf absehbare Zeit gelöst zu sein, umso mehr als die Plätze fernab des Dorfes in einer Waldecke liegen.

Doch jetzt gibt es plötzlich Schwierigkeiten. Ein Matchbesucher berichtete der AZ, der Speaker habe kürzlich während eines Spiels über den Lautsprecher durchgegeben, er dürfe diesen nicht mehr nutzen. Fabio Soncin, Präsident des FC Rupperswil, versucht den Ball flach zu halten und will sich zum Fall nicht äussern. Fest steht: Anwohner haben wegen der abendlichen Lautsprecherdurchsagen reklamiert.

Der Gemeinderat hat sich am Dienstag ein erstes Mal mit dem Fall befasst.Man strebt eine einvernehmliche Lösung an, will zuerst die Grundlagen aufarbeiten und dann mittels einer Weisung definieren, wie der FC künftig die Lautsprecheranlage nutzen darf. «Wir möchten eine klare Regelung», erklärt Gemeindeschreiber Marco Landert.

Wie stark sich der FC für die Abklärungsphase eine Selbstbeschränkung auferlegt hat, ist, weil die Direktbetroffenen nichts sagen wollen, unklar. Die eingangs zitierte Lautsprecherdurchsage deutet auf eine zumindest vorübergehende Praxisänderung hin.

Lautsprecheranlagen sind grundsätzlich bewilligungspflichtig. Ob eine solche Bewilligung im Fall der Sportanlage Stockhard je erteilt worden ist, wird jetzt abgeklärt. 

Verwandtes Thema:

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

Meistgesehen

Artboard 1