LED für «vorweihnachtlichen Zauber»

Lenzburg Mit einer Feier vor dem Rathaus wurde die neue Weihnachtsbeleuchtung eingeweiht

Fritz Thut
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Tausende von LED-Lämpchen in tannengrünen Bändern tauchen die Lenzburger Altstadt, insbesondere die zentrale Rathausgasse, in ein «warmes Licht», so Stadträtin Franziska Möhl an der offiziellen Einweihung der neuen Weihnachtsbeleuchtung vor dem Rathaus.

LED statt Glühbirnen

Die LED (lichtemittierende Dioden) traten an die Stelle der Glühbirnen bei der früheren Weihnachtsbeleuchtung. Wegen des Verbots der energiefressenden Leuchtkörper haben die Lenzburger Geschäfte nach einer Alternative Ausschau halten müssen. Vor zwei Jahren habe man dafür eigens eine Kommission eingesetzt, hielt Thomas Schneider als Vertreter der «Centrum»-Geschäfte zum Auftakt der stimmungsvollen Einweihungsfeier am Freitagabend fest.

«Enorm viel Arbeit und Herzblut» habe man bis zum heutigen Tag investiert, bis man die neue Beleuchtung einschalten und so der Öffentlichkeit präsentieren konnte. Natürlich musste auch monetär einiges investiert werden, vor allem von den Geschäftsinhabern, aber auch von verschiedenen Organisationen wie dem Gewerbeverein, der Stadt Lenzburg, den Städtischen Werken Lenzburg (SWL).

Der Stiftung für Behinderte, die für das Zusammensetzen und die Montage der einzelnen Lichterbalken eingesetzt wurde, wand Projektleiter Max Werder ein besonders dickes Kränzchen. Innert dreier Wochen waren (fast) alle Lichter montiert.

Schlussspurt nach harzigem Start

Der Schlussspurt klappte, doch die Anlaufphase verlief eher harzig. Gemäss Werder habe man verschiedene Geschäfte mehrmals erinnern müssen, ihre Zusage abzugeben, was den Zeitplan arg strapaziert habe. «Es ist kein Geheimnis, dass das Material, teilweise neue Technologie, aus Asien kommt», so der Projektleiter, «da braucht es halt eine gewisse Vorlaufzeit.»

Rund 150000 Franken hat gemäss Schneider die ganze Übung die Beteiligten gekostet. Doch bei der Premierenfeier waren sich alle einig, dass sich diese Investition gelohnt hat. Vor allem Stadträtin Möhl zeigte sich überzeugt, «dass sich viele Leute von der neuen Beleuchtung anlocken lassen»: «Den Lenzburgern ist heute ein Licht aufgegangen – angezündet von den ‹Centrum›-Geschäften.»

Allgemein wird die fassadenkonzentrierte Weihnachtsbeleuchtung als adäquat für Lenzburg eingeschätzt; über die Strassen gehängte Lichtershows wie in andern Städten würde nicht zu Lenzburg passen, waren sich die Einweihungsgäste weitgehend einig. Fränzi Möhl, ergänzte keck den Slogan der «Centrum»-Läden: «ZLenzburg stoppe ond go schoppe – die Wienechtsbelüchtig esch ned ztoppe.»

Den «vorweihnachtlichen Zauber», den die Lichterbänder auf Höhe der ersten Stockwerke sowie die beleuchteten Tannen in den Gassen bei ihr auslösen, unterstrich Fränzi Möhl mit der einleitenden Rezitation des Gedichtes «Bethlehem» der Mundartdichterin Sophie Haemmerli-Marti, einer Beinahe-Lenzburgerin.

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