Lenzburg

Leistungssteigerung: die Widmi-Holzfeuerung ist ein Erfolg

Über 80 Prozent der Wärmeenergie wird aus dem erneuerbaren Energieträger Holz erzeugt, heisst es bei der SWL Energie AG. (Archiv)

Über 80 Prozent der Wärmeenergie wird aus dem erneuerbaren Energieträger Holz erzeugt, heisst es bei der SWL Energie AG. (Archiv)

Die SWL Energie AG expandiert: Mit dem Ausbau der Fernwärmeheizzentrale in der Widmi wird die Leistung verdreifacht.

Im Widmi-Quartier werden in Zukunft noch mehr Holzschnitzel benötigt als bisher. Genau 413 Wohnungen links und rechts der Ammerswilerstrasse sind heute an der Fernwärmeheizzentrale der SWL Energie AG angeschlossen.

Das ist ein Vielfaches mehr, als noch vor fünf Jahren, als die damals grösste Anlage in der Stadt Lenzburg in Betrieb genommen wurde. Mit der Installation eines zweiten Holzschnitzelkessels wurde nun die Holzwärmeleistung von 350 kW auf 1050 KW erhöht. Das ist dreimal mehr als bisher.

Die Leistungssteigerung wurde nötig, weil das Quartier zwischen dem Hotel-Restaurant Ochsen und der Justizvollzugsantalt in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Alle sieben Überbauungen, die in der Widmi und der unteren Widmi gezogen wurden, werden heute von einer zentralen Stelle aus beheizt.

Bei der SWL ist man äusserst zufrieden, dass alle Bauherren für die umweltfreundliche Holzschnitzellösung gewonnen werden konnten. Für Geschäftsleitungsmitglied Gian von Planta ist «die Holzschnitzelheizung eine Erfolgsgeschichte». Das sei so nicht voraussehbar gewesen, in Lenzburg bestehe «kein Anschlusszwang», erklärt er.

Neue Anlage hat Potenzial

Über 80 Prozent der Wärmeenergie wird aus dem erneuerbaren Energieträger Holz erzeugt, heisst es bei der SWL Energie AG. Die Holzschnitzelheizung ist mit Gas kombiniert, um den Wärmebedarf auch in Spitzenzeiten abdecken zu können.

Die Holzschnitzel, mit welchen die Widmi-Wohnungen beheizt werden, kommen aus den Wäldern der Forstdienste Lenzia. Mit ihr hat die SWL Energie langjährige Abnahmevereinbarungen getroffen.

Der jährliche Schnitzel-Mindestabsatz beträgt 10 000 Kubikmeter. «Der Vertrag wird heute noch nicht ausgeschöpft», sagt von Planta und weist auf das Potenzial hin, weitere Überbauungen an die Zentrale anschliessen zu können.

4,5 Millionen Franken hat die SWL Energie AG total in die Heizanlage und den Holzschnitzelbunker investiert. Dieser verfügt über ein Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern.

Interessierte können morgen Samstag einen Blick ins technische Herz der Heizzentrale an der Ammerswilerstrasse 41 werfen. Fachleute der SWL Energie AG zeigen auf, wie die Wärme aus den Holzschnitzeln gewonnen und in die Wohnräume transportiert wird. Zudem erteilen sie Auskunft zu den Themen Fernwärme und Glasfasernetz.

Tag der offenen Tür in der Fernwärme-Heizzentrale an der Ammerswilerstrasse 41 am Samstag, 17. Februar, 10 bis 15 Uhr

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