Lenzburg
Wofür gibt die Stadt ab dem Jahr 2022 ihr Geld aus?

Ein Blick in den Investitionsplan zeigt, was in Lenzburg in den nächsten Jahren passieren soll – und wie viel die einzelnen Projekte kosten.

Valérie Jost
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Martin Ruetschi / KEYSTONE

Der Lenzburger Stadtrat hat mit dem Budget 2022 Netto-Investitionen von 9,75 Millionen Franken angekündigt. Was mit diesem Geld passieren soll, zeigt der aktuelle Investitionsplan, der jeweils für fünf Jahre erstellt wird: Für nächstes Jahr bereits bewilligt sind zum Beispiel fast 1,1 Millionen Franken, die in die Sanierung der Sportanlage Wilmatten fliessen (inklusive Kunstrasen). Ein knapper Viertel wird durch Beiträge des Swisslos-Sportfonds und des FC Lenzburg gedeckt.

91'000 Franken werden für das Grossprojekt Bahnhof eingesetzt (Testplanung und Entwicklungsrichtplan). Ausserdem ersetzt die Stadt ihre Wischmaschine durch eine vollelektrische (300'000 Franken) und das überschwere Pikettfahrzeug der Feuerwehr durch ein Pionierfahrzeug (520'000 Franken, wobei sich die Aargauische Gebäudeversicherung sowie Staufen und Ammerswil mit 234'000 Franken beteiligen).

8,4 Millionen Franken noch unbewilligte Investitionen

Nächstes Jahr plant der Stadtrat aber auch einen Haufen noch nicht bewilligte Investitionen – total fast 8,4 Millionen Franken. Der grösste Teil soll in die 2. Sanierungsetappe beim Schulhaus Mühlematt fliessen (gut 3,2 Millionen Franken).

Das zweite Grossprojekt ist die Ringstrasse, die 2022 knapp 1,4 Millionen Franken kosten soll: 100'000 Franken Stadtanteil für die Verlängerung der Ringstrasse Nord und knapp 1,3 Millionen für die fünfte und sechste Etappe der Sanierung der Ringstrasse Nord und West, deren Belag in schlechtem Zustand ist.

Das Feuerwehrgebäude soll für 868'000 Franken (minus 127'000 Franken Beiträge Dritter) ein Lifting bezüglich Erdbebensicherheit und Heizung erhalten. 700'000 Franken möchte der Stadtrat in die Sanierung und Umgestaltung der Bahnhofstrasse investieren und 500'000 Franken in die Sanierung der Bleiche (Gebäude und Wasserrad), die dereinst ausserdem die Tagesstrukturen beherbergen wird.

Auch Dach und Fassade des Rathauses sollen für 450'000 Franken saniert werden. Um den Fünfweiher und den Drittweiher zu entschlammen, rechnet der Stadtrat mit 275'000 Franken. Weitere 250'000 Franken soll die Sanierung der Dragonerstrasse Mitte kosten, je 150'000 Franken jene des Knotens Hardstrasse/Fabrikstrasse (Kreisel) sowie jene des Mehrzweckhallen-Dachs (zweite Etappe).

Noch unbewilligt sind auch weitere 155'000 Franken (20'000 Franken übernimmt wohl Swisslos) für die Wilmatte, für den Ausbau der Garderoben und ein neues Garderobengebäude. Je 100'000 Franken dürften der Wettbewerb und der Projektierungskredit für die Schule Lenzhard (Erweiterung und Umbau) sowie die Planung des Werkhofs kosten.

Ausserdem rechnet der Stadtrat mit einem Zusatzkredit von 88'000 Franken für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung und des Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzepts, mit 60'000 Franken für die Bushaltekanten Bachstrasse in der Aavorstadt und weiteren 50'000 Franken für den Anteil am Gestaltungsplan, Wettbewerb und Verträge des neuen Bahnhofs.

Die Stadt investiert vor allem in Schulen und Strassen

Der Investitionsplan sieht für 2022 bis 2026 total Ausgaben von 55,1 Millionen Franken vor. In der Phase nach 2022 fallen erneut die grossen Bauprojekte auf, etwa die Realisierungsphase beim Lenzhard-Schulhaus ab 2026 für 20 Millionen Franken, Wettbewerb und Projektierung kosten in den drei Jahren davor zusätzliche 1,9 Millionen Franken.

Auch der Areal-Ausbau des Werkhofs ab 2025 wird wohl teuer, mit 15 Millionen Franken rechnet der Stadtrat. Gleich viel kosten soll das Grossprojekt Bahnhofplatz ab 2023, mit Wettbewerb zur Neugestaltung des Bushofs (360'000 Franken, Beitrag Dritter: 100'000 Franken), Projektkredit (1,2 Millionen Franken) und Realisierung (11,2 Millionen Franken). 6 Millionen Franken (Planung und Realisierung) soll das neue Verwaltungszentrum kosten.

Zudem sind für die Bleiche 2023/24 weitere 4,4 Millionen eingestellt, an den Kosten beteiligen wird sich voraussichtlich die Dietschi-Stiftung mit 280'000 Franken. Auch fürs Schulhaus Mühlematt wird 2023 mit weiteren 4 Millionen Franken gerechnet, für die Verlängerung der Ringstrasse Nord ab 2023 mit 3,9 Millionen Franken Stadtanteil. Für die Sanierung der Bahnhofstrasse sollen weitere gut 1,5 Millionen Franken fliessen, wobei das Agglomerationsprogramm einen guten Drittel übernehmen soll.

Einnahmen dank Verkauf des Bezirksgebäudes

Fast 1,2 Millionen möchte die Stadt ab 2023 fürs «Tommasini» einsetzen, es sanieren und umbauen. Ebenfalls dann soll weiteres Geld in die Wilmatte investiert werden – total gut eine Million Franken, Swisslos soll davon knapp einen Viertel übernehmen. Das Geld wird für die Sanierung des alten Garderobengebäudes, den Trainingsplatz Nord und für die Trockenplätze der Seetaladmirals sowie für ein kleines Trainingsfeld eingesetzt. 2023/24 ist für die Aarauerstrasse (K247) eine Belagssanierung und ein Ausbau des Knotens Freihof geplant – 814'000 Franken.

Einnahmen werden beim Bezirksgebäude erwartet, das 2025 für 2,7 Millionen Franken verkauft werden soll (Entscheid offen), auch ein Kantonsbeitrag von 110'000 Franken an die Gesamtrevision der Nutzungsplanung wird nächstes Jahr erwartet.

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