Lenzburg
«Lenzburger Bonus Card» droht bereits das Aus

Die Pläne der Gewerbevereinigung «Centrum Lenzburg», eine Rabattkarte für Lenzburg einzuführen, sind ins Stocken geraten. Nur wenige Betriebe wollen sich an der «Lenzburger Bonus Card» beteiligen. «Centrum Lenzburg» geht nun über die Bücher.

Pascal Meier
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Die Idee ist nicht neu, aber bestechend und mehrfach erfolgreich umgesetzt worden: Wer in einem Laden einkauft, erhält Bonuspunkte, die er beim nächsten Einkauf einlösen kann. Eine Win-Win-Situation, wie sie Coop und Migros mit Supercard und Cumulus-Karte geschaffen haben.

Nach diesem Vorbild möchte der Vorstand der Gewerbevereinigung «Centrum Lenzburg» eine Bonus-Karte für das einheimische Gewerbe einführen. Der Name ist bereits bekannt und auch der Prototyp liegt vor: Die «Lenzburger Bonus Card», eine in schwarz gehaltene elektronische Rabattkarte. Kauft der Kunde damit in einem Lenzburger Geschäft ein, wird ihm ein Prozent des Umsatzes gutgeschrieben. Das Guthaben kann bei späteren Einkäufen in Lenzburg eingelöst werden. Das Ziel: Wer in der Stadt einkauft, soll belohnt werden. Das Gewerbe seinerseits profitiert von treuen Kunden.

Diesen Plänen droht aber bereits in der Projektphase Schiffbruch, denn das Interesse des Gewerbes ist gering. Das zeigte sich am Montag im Hotel Krone: Dort hatte «Centrum»-Präsident Thomas Schneider an der Generalversammlung der Vereinigung für die «Lenzburger Bonus Card» geworben. Eingeladen waren auch alle Mitglieder des Gewerbevereins Lenzburg und Umgebung. Das Interesse fiel mit rund 30 Personen gering aus. Und jene, die sich über die «Bonus Card» informieren wollten, gaben sich zurückhaltend bis kritisch. Hinterfragt wurde unter anderem, ob sich die monatlichen Kosten von 59 Franken (plus 1 Prozent des Umsatzes) wirklich auszahlen.

Das Ziel, an diesem Abend zwei Dutzend Partner für die Rabattkarte zu gewinnen, wurde damit verfehlt. «Wir waren wohl mit der Planung zu schnell unterwegs und haben einige überrumpelt», sagt Thomas Schneider. Der «Centrum»-Vorstand prüft nun, ob und in welcher Form das Projekt weiterverfolgt wird. Vom Nutzen der «Lenzburger Bonus Card» ist Thomas Schneider weiter überzeugt: «Wenn das Gewerbe zusammensteht, wird auch bei uns eingekauft.»

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