Coronavirus

Maskenpflicht ärgert Chef der Hallwilersee-Schifffahrt – Seilbahnbetreiber sind erleichtert

Gondelbahn- und Schiffsbetreiber sind mit der Maskenpflicht im ÖV unzufrieden

Gondelbahn- und Schiffsbetreiber sind mit der Maskenpflicht im ÖV unzufrieden

Ab Montag gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Schiffs- und Gondelbahnbetreiber aus der Region hadern mit dem Entscheid des Bundesrates. Die Pendlerinnen und Pendlern fassen die Maskenpflicht unterschiedlich auf.

Am Mittwoch gab der Bundesrat bekannt, dass ab nächster Woche die Maskenpflicht im öV gilt. Der Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee hadert mit dem Entscheid. Die Pendlerinnen und Pendler fassen die Maskenpflicht unterschiedlich auf, die Seilbahnbetreiber sind erleichtert.

Ueli Haller, Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee AG (SGH), hat spätestens seit heute Nachmittag keine gute Laune mehr. Seine fünf Schiffe auf dem Hallwilersee darf er nur zur Hälfte füllen, nun wird nach dem Entscheid des Bundesrates ab Montag auch auf dem See die Maskenpflicht gelten. «Ich finde das komisch. Jetzt kommt die Maskenpflicht, zuvor war das kein Thema», sagt er zum Regional-TV-Sender Tele M1. Haller merkt an, dass das Virus Wochen zuvor noch viel stärker wütete.

«Klar hat man jetzt ein bisschen mehr Ansteckungen. Aber wenn, dann hätte man das schon zu Beginn einführen sollen und nicht jetzt. Das finde ich nicht gut», sagt er. Der Schiffskapitän rechnet damit, dass jetzt noch viel weniger Besucher seine Schiffe nutzen werden. «Eine Schifffahrt ist schliesslich ein Vergnügen», sagt er. Sie liesse sich nicht mit einer Fahrt im öffentlichen Verkehr vergleichen. 

Die Pendlerinnen und Pendler befürworten die Maskenpflicht

Die Pendler am Bahnhof Aarau können den Frust von Haller kaum teilen. «Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Wenn wirklich jeder eine trägt, dann steckt man sich auch weniger an», sagt eine junge Frau, die eine Maske mit Leopardenmuster trägt.

Gleicher Meinung ist eine andere Frau, die gerade auf den Bus wartet. «So breitet sich das Virus nicht weiter aus. Dann besteht vielleicht die Chance, dass wir es irgendwann nicht mehr in der Schweiz haben», sagt sie.

Ein junger Mann ist sich hingegen nicht sicher, was er von der Maskenpflicht halten soll: «Ich finde es ein bisschen unnötig und übertrieben. Aber weil gewisse Leute einfach so in der Gegend herumhusten, ist es vielleicht doch angebracht.»

Endlich gelten klare Regeln

Erfreut über die Maskenpflicht sind auch die Betreiber von Berg- und Seilbahnen. «Wir sind froh, dass es eine klare Regelung gibt. Dann weiss auch der Konsument, was Sache ist.», sagt Sepp Odermatt im SRF-Interview. Der Direktor des Verbandes Seilbahnen Schweiz und Präsident der Zentralschweizer Transportunternehmungen zeigt sich erleichtert.

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