Lenzburg

Mehr nächtliche Präsenz: Die Regionalpolizei verstärkt ihre Präventivarbeit

Fünf Mitglieder des Repol-Korps wurden per Anfang 2020 befördert: v.l. Ferdinand Bürgi, Chef Repol, Vizeammann  Franziska Möhl, Roman Hochstrasser (neu Korporal). Hinten v.l. Roman Gugerli (Korporal), Marius Schläpfer (Wachtmeister), Marco von Känel (Wachtmeister), Urs Hintermann (Wachtmeister).

Fünf Mitglieder des Repol-Korps wurden per Anfang 2020 befördert: v.l. Ferdinand Bürgi, Chef Repol, Vizeammann Franziska Möhl, Roman Hochstrasser (neu Korporal). Hinten v.l. Roman Gugerli (Korporal), Marius Schläpfer (Wachtmeister), Marco von Känel (Wachtmeister), Urs Hintermann (Wachtmeister).

In Zukunft will die Regionalpolizei Lenzburg bis in die frühen Morgenstunden patrouillieren. 2020 wird sie zudem um zwei Gemeinden und vier Polizisten wachsen.

Gegen 22'000 Stunden waren die 28 Polizistinnen und Polizisten der Regionalpolizei Lenzburg im vergangenen Jahr in Uniform unterwegs. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von rund vier Prozent.

Der Aufwand des Polizeikorps habe in praktisch allen Einsatzbereichen zugenommen, erklärte Ferdinand Bürgi, Chef der Regionalpolizei Lenzburg, anlässlich des Jahresrapports. So gab es mehr Strafanzeigen (2714, + 2 Prozent), 127 Mal (+ 9 Fälle) musste die Polizei wegen häuslicher Gewalt ausrücken.

Die Rechtshilfegesuche stiegen um über 14 Prozent auf 3680 Anfragen. Letzteres begründet Bürgi damit, dass die Amtsstellen sich in zunehmendem Mass an die Polizei wenden, wenn sie die Adressaten nicht erreichen: So werden im Auftrag des Strassenverkehrsamtes Autoschilder eingezogen oder für das Betreibungsamt Zahlungsbefehle überreicht.

Die Entwicklung des Polizeialltags ist aus Bürgis Sicht «die logische Konsequenz des starken Bevölkerungswachstums» in der Region. «Die Polizeiarbeit ist ein Spiegelbild der Gesellschaft», hält er fest.

Zahl der Einbrüche ist gesunken

Die verstärkte uniformierte Präsenzzeit hat jedoch noch einen ganz anderen Grund: Die öffentlich sichtbaren Patrouillen haben präventiven Charakter und sollen dazu beitragen, dass die öffentliche Sicherheit gestärkt wird und weniger Straftaten erfolgen, so Bürgi.

Das sei gelungen. «Die Zahl der Einbrüche in unserem Einsatzgebiet ist weiter gesunken.» Die Region Lenzburg geht damit einher mit der Entwicklung im übrigen Kanton Aargau.

Das in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei durchgeführte Präventions-Erfolgsmodell soll in Zukunft sogar noch ausgebaut werden. Ab 1. April wird bis in die frühen Morgenstunden patrouilliert. Unter der Woche sind Polizistinnen und Polizisten jeweils bis um zwei Uhr im Einsatzgebiet unterwegs, Freitag und Samstag noch länger.

Diese Präventionsfahrten waren bisher wochentags jeweils um 23 Uhr eingestellt worden. «Es ist unsere Aufgabe, das subjektive Sicherheitsgefühl unserer Bürger hochzuhalten und sie von Delikten in welcher Form auch immer zu schützen», erklärt der Repol-Chef die Verlängerung der Patrouillientätigkeit.

Mit den zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen wolle man versuchen, der Bürgernähe weiterhin gerecht zu werden und in Wohnquartieren, Einkaufsorten und Hotspots eine «möglichst hohe Präsenz zeigen».

Im April wächst die Repol um zwei Gemeinden

2020 steht die Regionalpolizei Lenzburg vor einigen Änderungen. Zuallererst: Sie wird wachsen. Ab dem 1. April stossen die beiden bisherigen «Suret»-Gemeinden Hunzenschwil und Rupperswil zur Repol Lenzburg. Bürgis Mannschaft wächst um vier Polizisten, das Einsatzgebiet von bisher 22 auf 24 Gemeinden mit rund 70'000 Einwohnern.

Zudem läuft seit einiger Zeit der Umbau des Geschäftshauses Malaga. Kanton und Stadt Lenzburg investieren rund 2,2 Millionen Franken. Nach dessen Abschluss zügelt die Kantonspolizei vom heutigen Stützpunkt im Bezirksgebäude am Metzgplatz ins Malagahaus. Die beiden Korps wollen in Zukunft Synergien nutzen und gewisse Räume gemeinsam belegen.

Der Posten der Regionalpolizei bedarf dringenden baulichen Anpassungen. Längst entsprechen die Büros nicht mehr den gängigen Sicherheitsrichtlinien. Es ist vorgesehen, den Polizeibetrieb während der Bauarbeiten in den gleichen Räumen weiterzuführen. «Wir werden zwischenzeitlich ein wenig zusammenrücken müssen», sagt Repol-Chef Bürgi.

Ebenfalls in diesem Jahr aufgegleist wird das Projekt «Repol21». Analog der Lenzburger Stadtverwaltung, deren Strukturen, Aufgaben und Abläufe unter dem Titel «Lenzburg21» durchleuchtet und optimiert werden, soll auch der Repol-Betrieb gestrafft und optimal aufgestellt werden. In einem Jahr will Ferdinand Bürgi mit seinem Korps «gestärkt ins 2021 starten».

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