Lenzburg

Mit der Lichtinstallation «Flight» will die Kulturkommission das neue Quartier «Im Lenz» beleben

Kunst am Bau in Lenzburg

Kunst am Bau in Lenzburg

Das Neonlicht-Kunstwerk soll entlang der Bahnlinie Bern - Zürich die kulturelle Präsenz von Lenzburg markieren.

Auf dem Dach der früheren Hero-Spenglerei soll eine Lichtinstallation als Kunst am Bau montiert werden. Dabei schlängelt sich eine Neonlichtröhre über eine Breite von rund 8,5 Metern entlang der Längsseite des Gebäudes.

Den ganzen Sommer über war der Markus-Roth-Platz in die Farben grün, weiss und rot getaucht. Eine mobile Erdbeerplantage erinnerte an den Konfitürenhersteller Hero, der bis vor einigen Jahren auf dem Areal gewirkt hatte. Gemeinsam mit den heutigen Quartierbewohnern hatte die Kulturkommission das Erdbeerfeld im Rahmen ihrer Projektreihe «Transformator – Kunst im Quartier» realisiert. Wer an den Erdbeeren vorbeispazierte und unter dem Blätterdach eine reife rote Frucht erhaschte, durfte zugreifen: Naschen erlaubt. Quartierbewohner und Passanten liessen sich das nicht zweimal sagen.

Ging bei der Suche nach reifen Erdbeerfrüchten der Blick zu Boden, so wird er mit dem nächsten Projekt der Kulturkommission in die Höhe geführt. «Nach dem temporären Erdbeerfeld wollen wir nun im Quartier noch etwas Bleibendes schaffen», erklärt Werner Christen von der Kulturkommission.

Was ist geplant? Auf dem Dach der früheren Hero-Spenglerei soll eine Lichtinstallation als Kunst am Bau montiert werden. Dabei schlängelt sich eine Neonlichtröhre über eine Breite von rund 8,5 Metern entlang der Längsseite des Gebäudes. Würden die ineinander verschlungenen Lichtlinien aufgedröselt, so entstünde eine Länge von rund 25 Metern. Der Röhrendurchmesser beträgt etwas unter zwei Zentimeter. «In der dafür eingesetzten Arbeitsgruppe ist dieses Neonlicht-Kunstwerk favorisiert worden. Es markiert entlang der Bahnlinie Bern–Zürich die kulturelle Präsenz von Lenzburg», sagt Christen.

Die Lichtskulptur stammt von der Aargauer Künstlerin Franziska Furter und lehnt in ihrer Form an Flugbahnen von Hummeln an. Furter hat dem Projekt den Namen «Flight» gegeben. Das fertige Lichtspiel wird an Aluminiumträgern befestigt und auf das Gebäudedach montiert. Die rückwärtige Seite der Neonröhre werde mit einer Schutzhülle versehen, damit sich der Lichtstrahl nicht störend auf den angrenzenden «Turm» auswirke, erklärt Friederike Schmid. Sie ist unter anderem spezialisiert auf Kunst am Bau und mit der Leitung dieses Projekts beauftragt.

Weshalb eine Lichtinstallation? «Licht ist ein lebendiges Symbol», findet Schmid. Christen ergänzt: «In ihrer leichten und spielerischen Form wirkt die Lichtkunst über das Quartier hinaus.»

«Flight» kostet 25'000 Franken. 5000 Franken bezahlt die Kulturkommission, den Rest übernehmen Sponsoren, darunter die Liegenschaftsbesitzerin Coopera Sammelstiftung Puk. Verläuft alles nach Plan, wird das Kunstwerk im kommenden Frühling realisiert. Im Moment liegt das Baugesuch auf dem Bauamt in Lenzburg auf.

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