Seengen
Mit Küchenschurz statt Krawatte will Gemeinderat Nähe zum Volk pflegen

Gut 50 Personen fanden den Weg zu «De Gmeindrot bi de Lüt». Mit dieser Veranstaltungsreihe sucht die Exekutive die Nähe zum Volk.

Fritz Thut
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Bei Wein und Bratwurst präsentierte sich in Seengen «De Gmeindrot bi de Lüt»; rechts Gemeindeammann Jörg Bruder. tf

Bei Wein und Bratwurst präsentierte sich in Seengen «De Gmeindrot bi de Lüt»; rechts Gemeindeammann Jörg Bruder. tf

Mit Küchenschurz statt Krawatte empfing Gemeindeammann Jörg Bruder seine Seenger Mitbewohner auf dem Areal der Firma Hauri Transporte an der Sarmenstorferstrasse. Zusammen mit seinen Kollegen der Dorfregierung lud Bruder zur Premiere von «De Gmeindrot bi de Lüt».

Mit diesem Anlass sucht man einen neuen Weg zum ungezwungenen Dialog mit dem Volk. «Wir wollten etwas Neues ausprobieren, um die Nähe zur Bevölkerung zu pflegen», so der Ammann. Die neue Begegnungsform ersetzt die Neujahrsgespräche, die wegen nachlassendem Interesse nach einigen Jahren «beerdigt wurden», so Bruder.

Das Interesse an der Premiere war mit gut 50 Leuten recht gross. Ob es zur Hauptsache den von den Gemeinderäten selbst grillierten Bratwürsten und dem kredenzten Brestenberger galt, oder tatsächlich dem unmittelbaren Gespräch mit den zwischen den verschiedenen Festbänken zirkulierenden Exekutivmitgliedern, darf offen gelassen werden.

Der Gemeinderat sei «froh um Rückmeldungen aller Art». Es dürfe sogar Lob möglich sein, sagte der Ammann zu Beginn, ehe sich das Quintett mit den jeweiligen Ressorts kurz vorstellte.

Das Tempo des Wachstums

In den Tischgesprächen wurden verschiedene Themen angesprochen. Unter anderem die rege Bautätigkeit der letzten Jahre: «Seengen ist explosionsartig gewachsen», räumte Hochbauminister Gianni Asquini ein.

Ammann Bruder konnte von einem Neuzuzüger die Bitte entgegennehmen, speziell im Bereich des Sees «Sorge zur Landschaft zu tragen» und antwortete: «Wir wollen nun eine zurückhaltende Förderung des Wachstums.» Zufrieden mit Aufmarsch und Gesprächskultur sprach Jörg Bruder von einer «gelungenen Premiere». Die Leute hätten sich «äusserst interessiert gezeigt» und dabei sei «oft ein Funke übergesprungen».

Der Anlass «De Gmeindrot bi de Lüt» soll künftig zweimal pro Jahr, jeweils in einem anderen Quartier, durchgeführt werden.

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