Birrwil

Nach jahrelangem Hin und Her: Das neue Schulhaus nimmt Form an

Zu Ostern 2022 soll das neue Schulhaus in Betrieb genommen werden.

Zu Ostern 2022 soll das neue Schulhaus in Betrieb genommen werden.

In Birrwil liegt endlich das Baugesuch für das geplante Schulhaus auf.

An der Wintergmeind im vergangenen November beendeten die Birrwiler die langjährigen Diskussionen um das neue Schulhaus. Mit 112 Ja- zu 34 Nein-Stimmen bewilligten sie das 5,5-Millionen-Franken-Projekt deutlich. Der Weg zum neuen Schulhaus war lang. Ende 2014 wurde das erste Schulraumkonzept entworfen.

Mitte 2018 trat die Schulpflege geschlossen zurück und auch der zuständige Gemeinderat Heinz Neeser demissionierte, weil das Vorhaben nicht gewünscht vorankam. Im Oktober 2019 wurde das neue Projekt an eine Informationsveranstaltung präsentiert.

Nach der erfolgreichen Abstimmung an der letzten Gmeind nimmt das Schulhaus nun die nächste Hürde. Aktuell liegt das Baugesuch bei der Gemeinde auf. Neu sollen in Birrwil alle Schulstufen im gleichen Gebäude unterrichtet werden. Dieses kommt nördlich der Mehrzweckhalle zu stehen. Der Kindergarten ist zurzeit im Gebäude der Mehrzweckhalle untergebracht. Die Primarschulklassen werden mit einer Abteilung im alten Schulhaus und einer im Obergeschoss des Gemeindehauses geführt.

Die drei verschiedenen Standorte verkomplizieren den Schulalltag nicht nur, die Schulkinder müssen zudem innerhalb der Unterrichtszeit die Kantonsstrasse im Bereich der Strassenkreuzung Säumärt-Dorf-Zopf überqueren. Dies wurde auch in einem Votum an einer früheren Gemeindeversammlung als gefährlich erachtet.

Ein Gebäude, das über Jahre erhalten bleibt

Die Kindergärtler sind im Erdgeschoss des neuen Gebäudes untergebracht. Sie erhalten neben einem Unterrichtsraum auch einen Gruppenraum. Im Obergeschoss findet der Unterricht für die Primarschüler statt.

Zusätzlich geplant ist ausserdem ein Sprachzimmer, in welchem der Logopädie- und der Unterricht «Deutsch als Zweitsprache» stattfindet. Auch für die Lehrpersonen gibt es mehr Platz. Sie erhalten ein grosses Lehrerzimmer mit Arbeitsplätzen. Neben dem Schulhaus-Neubau werden die Aussenanlagen komplett erneuert. Geplant sind ein neuer grosser Hartplatz, eine Spielwiese und eine Sandanlage. Auch die Kindergartenkinder erhalten einen eigenen Hartplatz, eine Spielwiese und eine Sandanlage. Realisiert wird das Projekt vom Basler Büro Brandenberger Kloter Architekten.

Beim Entwerfen das Projektes sei das Ziel gewesen, ein langlebiges und kompaktes Gebäude zu konstruieren, das der Gemeinde über Jahre hinweg erhalten bleibe, sagte Projektleiter Cedric Odermatt bereits an der Infoveranstaltung im vergangenen Oktober.

Läuft alles wie geplant, sollen die Bauarbeiten für das Schulhaus im Juli 2020 beginnen. Der Plan sieht vor, dass das Schulhaus an Ostern 2022 in Betrieb genommen werden kann. Neben den Unterlagen für das neue Schulhaus liegen noch zwei weitere Baugesuche auf, die indirekt mit dem Projekt zusammenhängen. Dabei geht es um die Renaturierung und Offenlegung des Bergbaches und die Erschliessung der Kanalisation beim Gebiet Säumärt.

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