Regionalbus Lenzburg AG
Neue Fahrzeuge: In diesen Bussen können Fahrgäste jetzt ihr Handy laden

Die Regionalbus Lenzburg AG hat für knapp zwei Millionen Franken vier neue Fahrzeuge gekauft.

Ruth Steiner
Merken
Drucken
Teilen
Auf dem Parkplatz im «Alten Zeughaus» stellt die Regionalbus Lenzburg AG ihre vier neuen Linienbusse vor: Geschäftsführer René Bossard, Leiter Technik Ruedi Willi und sein Stellvertreter Andreas Rudolf (von links).

Auf dem Parkplatz im «Alten Zeughaus» stellt die Regionalbus Lenzburg AG ihre vier neuen Linienbusse vor: Geschäftsführer René Bossard, Leiter Technik Ruedi Willi und sein Stellvertreter Andreas Rudolf (von links).

Ruth Steiner

Am 1. Juni 1970 nahm der Regionalbus Fahrt auf. Zu Beginn ging es in einem alten Reisecar von Lenzburg nach Seengen und wieder zurück.

Im vergangenen Juni stand mit einem Tag der offenen Tür ein grosses Jubiläumsfest auf dem Programm. Die mittlerweile zu einem stattlichen KMU gewachsene RBL hatte geplant, bei dieser Gelegenheit vier neue Fahrzeuge vorzustellen: Zwei 18 Meter lange Gelenkbusse mit je 49 Sitzplätzen und zwei Standardbusse mit je 30 Sitzplätzen. Daraus wurde nichts: Corona hat 2020 seine Geschichte aufgedrückt. Auch bei der RBL. Der Tag der offenen Tür musste abgesagt werden und bei den bestellten Bussen gab es Lieferverzögerungen.

Jetzt sind die vier neuen Fahrzeuge da: Gestern Nachmittag haben RBL-Geschäftsführer René Bossard und die beiden Technik-Verantwortlichen, Ruedi Willi und Andreas Rudolf, die Neuanschaffungen auf dem Parkplatz im «Alten Zeughaus» vorgeführt. Die Busse zeigen der Öffentlichkeit das, was vom 50-Jahre-Jubiläum übrig geblieben ist: An den Fahrzeugen sind Kinderzeichnungen zu sehen mit dem Hinweis auf den Kindermalwettbewerb. Der Wettbewerb hatte trotz Pandemie durchgeführt werden können.

Wettbewerbsverfahren für neue Busse

Bisher hat die RBL-Flotte aus Mercedes-Bussen bestanden, erklärt RBL-Geschäftsführer René Bossard. Das hat sich nun geändert. «Seit langem haben wir wieder einmal Offerten eingeholt bei verschiedenen Fahrzeugherstellern», sagt Bossard. Dabei mochte der polnische Anbieter Solaris am besten zu überzeugen. «Es ist ein gutes Fahrzeug», hält der RBL-Geschäftsführer fest. Gepunktet hat Solaris bei den Lenzburgern auch mit sogenannten Assistenzsystemen. Anstelle von klassischen Aussenspiegeln ist auf beiden Seiten des Busses ein Kamerasystem integriert. Im Cockpit hat der Fahrer über Displays stets den Blick zur Seite und nach hinten. Droht Gefahr, wird ein akustisches und optisches Signal ausgelöst, erklären die Technikverantwortlichen Ruedi Willi und Andreas Rudolf.

Die Busse werden mit konventionellen Dieselmotoren angetrieben. Zwei Fahrzeuge generieren zusätzlich über ein Hy­brid­modul Strom. Der Strom wird laut Bossard für die verschiedenen Zusatzgeräte im Fahrzeug verwendet. Die Passagiere werden sich sicher darüber freuen, dass sie in den neuen Linienbussen nun während der Fahrt ihr Smartphone laden können.