Beinwil am See

Neuer Werkhof bietet schöne Aussichten für Werkdienst und Feuerwehr

Ammann Peter Lenzin (M.) übergibt den «Werkhofschlüssel» an Werkdienstleiter Thomas Mosimann (l.) und Feuerwehrkommandant Sebastien Stoessel.

Am Samstag war Tag der offenen Tür im neuen Werkhof, in welchem sich auch das Feuerwehrlokal befindet.

Wohl kaum ein Werkdienstleiter hat von seinem Büro aus eine derart überwältigende Aussicht wie Thomas Mosimann: Seit April kann er von seinem Bürostuhl aus weit über den Hallwilersee und in die Berge blicken. Auch die Feuerwehr, deren Magazin sich im unteren Stock des Werkhofs befindet, geniesst bei ihren Teamsitzungen dasselbe Panorama. «Das ist sehr cool, die umliegenden Feuerwehren beneiden uns darum», sagte Kommandant Sebastien Stoessel am Samstag anlässlich der Einweihungsfeier des neuen Werkhofs lachend.

In seiner Ansprache liess Gemeindeammann Peter Lenzin den Weg vom Landkauf 2012 bis zur Einweihung des Werkhofs Revue passieren. Der Planungskredit wurde 2013 gesprochen, der Baukredit von knapp 6 Millionen Franken vor zwei Jahren. Insgesamt wurden gemäss Lenzin für den Werkhof mit Feuerwehrmagazin 7,7 Millionen Franken bewilligt. «Wir haben nun einen funktionalen Bau, der optisch gut in die Umgebung passt», sagte Peter Lenzin. Davon konnten sich am Samstag die Besucherinnen und Besucher anlässlich des Tages der offenen Tür überzeugen.

Der neue Werkhof ist in den Hang hineingebaut, die unteren Geschosse sind betoniert, Front und Oberbau bestehen aus rund 150 Kubikmetern Holz. «Das Konstruktionsholz stammt zum grössten Teil aus der Schweiz», betonte der Gesamtbauleiter Markus Zehnder von der Zehnder Holz + Bau AG in Winterthur. «Der Rest kommt aus Deutschland oder Österreich.»

Alle am Bau Beteiligten waren sich einig, dass der schwierige Untergrund die grösste Herausforderung darstellte. «Wir mussten teilweise bis neun Meter tief graben, um auf festen Boden zu kommen», erklärte Zehnder. Im untersten Geschoss befindet sich das Feuerwehrlokal mit der Einstellhalle für die Fahrzeuge, die vorher auf verschiedene Garagen verteilt waren. Da nun genügend Platz vorhanden ist, konnte die Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug bestellen, das im August geliefert wird. «Das ist eine gefreute Sache, und es ist wichtig, auch für die Rekrutierung, dass wir mit modernem Material arbeiten können», meinte Feuerwehrkommandant Sebastien Stoessel.

Alles an einem Ort

Früher war das Material des Werkdienstes auf rund zehn Standorte verteilt, nun ist alles zentral. Im neuen Werkhof gibt es genügend Platz für Fahrzeuge und Geräte, das Material wird auf einer zweiten Ebene in der grossen Halle gelagert und kann mit dem Stapler verschoben werden. Auf der gegenüberliegenden Seite des grossen Vorplatzes befinden sich ein Salzsilo sowie eine zusätzliche Garage, ebenfalls mit einer Galerie als Materiallager. Für das Personal gibt es Garderoben und einen grosszügigen Aufenthaltsraum. «Jetzt können wir effizient arbeiten», erklärte der Werkdienstleiter Thomas Mosimann. Auch Arthur Casagrande, Architekt des Werkhofs, war überaus zufrieden und meinte: «Es ist immer eine Freude, zu sehen, dass ein Gebäude funktioniert.»

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