Seon

Outdoor-Kleider-Hersteller Mammut soll verkauft werden

Mammut-Chef Oliver Pabst war zuletzt erfolgreich – doch dem Mutterkonzern reicht das nicht

Mammut-Chef Oliver Pabst war zuletzt erfolgreich – doch dem Mutterkonzern reicht das nicht

Der Outdoor-Kleider-Hersteller Mammut soll bis Ende 2020 verkauft werden. Das wenigstens ist der Plan von Mutterkonzern Conzzeta. Der Hauptgrund: Mammut verfüge ausserhalb von Europa nicht «über den notwendigen Marktzugang», um das globale Potenzial realisieren zu können.

Es ist eine Nachricht, die auf den ersten Blick überrascht: Der Schweizer Mischkonzern Conzzeta will Mammut, die wohl bekannteste Outdoor-Kleidermarke im Land, bis Ende nächstes Jahr verkaufen. Dabei hat Mammut mit Sitz in Seon AG nach Jahren der Verluste 2017 erstmals wieder eine schwarze Null geschrieben (0,1 Mio. Gewinn) und 2018 einen Gewinn von 5,2 Millionen Franken erwirtschaftet, während zeitgleich der Umsatz um 10,9 Prozent auf 253,4 Millionen Franken wuchs.

Wie Conzzeta mitteilt, dürfen auch für das laufende Jahr Verbesserungen erwartet werden. Aber weil die Marke ausserhalb von Europa «nicht über den notwendigen Marktzugang» verfüge, um ihr globales Potenzial in absehbarer Frist zu realisieren, strebe man einen Verkauf an. Derzeit evaluiere man Käufer, die über die nötigen Mittel verfügen. Bis Ende 2020 soll der Verkauf abgeschlossen sein.

Hintergrund ist eine strategische Neuausrichtung der Conzzeta, die schon im August angekündigt hatte, dass man sich auf die eigenen Stärken konzentrieren wolle und die grössten Potenziale beschleunigt entwickeln wolle. Michael Willome, Group CEO von Conzzeta, lässt sich in der Mitteilung vom Montag zitieren: «Bei der Beurteilung der strategischen Optionen orientierten wir uns an der Frage, ob wir über führende globale Marktpositionen mit kritischer Grösse verfügen, oder ob wir solche innert nützlicher Frist aufbauen können.»

Hier finden Sie das Update

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1