Dintikon

Pestizid im Trinkwasser: Jetzt ergreift die Gemeinde Massnahmen

Beim Grundwasserpumpwerk Langelen wurde der Grenzwert leicht überschritten. (Symbolbild)

Beim Grundwasserpumpwerk Langelen wurde der Grenzwert leicht überschritten. (Symbolbild)

Das Amt für Verbraucherschutz hat im Dintiker Trinkwasser zu grosse Mengen des Pestizid-Wirkstoffs Chlorothalonil festgestellt. Das teilte die Gemeinde gestern mit. Es müssten Massnahmen ergriffen werden, heisst es weiter.

Offenbar wurde das Dintiker Wasser erstmals auf diesen Inhaltsstoff untersucht. «In der Quellfassung Eich, welche nur eine sehr geringe Menge Wasser an die gesamte Wasserversorgung beisteuerte, wurde eine den Grenzwert überschreitende Konzentration von Chlorothalonil festgestellt», so die Gemeinde. Man habe die Quellfassung als Sofortmassnahme ausser Betrieb gesetzt.

Beim Grundwasserpumpwerk Langelen sei der Grenzwert leicht überschritten worden. «Mit der Beimischung von Wasser aus den Quellen Berg und Neumatt sowie dem Fremdbezug von Villmergen respektive Wohlen darf dieses Wasser gemäss Weisung des Amts für Verbraucherschutz jedoch weiterhin verwendet werden.» Man werde die Situation weiter beobachten.

In der Mitteilung der Gemeinde schwingt Verärgerung mit. Die Höchstwertkonzentration des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil sei erst im August vom Bund festgelegt und vom Kanton konkretisiert worden. «Diese Neubeurteilung stellt betroffene Wasserversorgungen vor neue Herausforderungen», schreibt die Gemeinde. «So wird von heute auf morgen ein bislang wenig beachteter Fremdstoff im Trinkwasser plötzlich zum ernstzunehmenden, kritischen Inhaltsstoff mit verbindlichem Höchstwert.»

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