Kita Sternenland
Rentner packen bei Kita-Umbau mit an: «Man muss irgendwo mitmachen»

Es ist eine Win-Win-Situation: Die Lenzburger Kinderkrippe Sternenland erhält einen neuen Glanz und sechs Rentner können ihre Kräfte einsetzen. Besonders wichtig ist dabei der soziale Austausch.

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In einer Lenzburger Kita wird fleissig umgebaut. Sechs Rentner packen mit an. Mit dabei sind, laut dem Fernsehsender TeleM1, unter anderem ehemalige Schreiner, Elektriker und Bodenleger. Sie haben sich alle auf der Baustelle im September kennengelernt. Der frühpensionierte Hans Kaufmann erzählt: «Es ist für einen guten Zweck.» Der ehemalige Schreiner koordiniert, zumindest laut seinen Kollegen, das ganze Projekt.

Die Idee, Senioren für den Bau einzustellen, hatte der Verein Kita Sternenland. Das Motiv dahinter war der soziale Aspekt. Man wollte den Rentnern eine Chance geben. Das habe sich gelohnt. Krippenleiterin Sibylle Steiger erzählt: «Plötzlich haben die Senioren auch eigene Ideen.»

Das soziale Umfeld war wahrscheinlich auch der Grund für die vielen Anmeldungen – 23 insgesamt. Auch der ehemalige Elektroingenieur Benno Vogler ist fleissig am Arbeiten. «Wenn man nichts mehr macht, ist man plötzlich allein. Man muss irgendwo mitmachen», erzählt er.

Der Umbau dauert noch mindestens acht Wochen. Danach können die älteren Kinder im unteren Stock einziehen. (wue)