Lenzburg
Schaffen Freiwillige die doppelte Menge?

Am Samstag war im Ortsbürger-Rebberg Traubenlese. Bald soll die Anbaufläche vergrössert werden.

Fritz Thut
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Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
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Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg
Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg

Traubenleset 2016 im Lenzburger Ortsbürgerweinberg

Der Leset ist jeweils auch ein gesellschaftliches Ereignis. Mehrere Dutzend freiwillige Helfer waren am Samstag im Rebberg der Lenzburger Ortsbürger im Einsatz und ernteten die rund drei Tonnen Pinot-noir-Trauben.

Als die Freiwilligen – ausgerüstet mit Rebschere und gutem Schuhwerk, denn der Schlosshügel ist hier recht stotzig – gegen Mittag eintrafen, hatten die engagierteren «Räblüs» bereits Vorarbeiten erledigt und etwa die Vogelabwehranlage abgebaut. Dem Wümmet auf dem 40 Aren grossen Rebberg stand nichts mehr im Weg.

Die Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung, wie der Trägerverein genau heisst, wird durchs Jahr, während der Ernte und natürlich bei der Kellerarbeit von Kathrin und Claudio Hartmann von ck-Wein in Schinznach unterstützt. Nun ist eine Verdoppelung der Rebfläche vorgesehen (az vom 16. 8.). Kommen dann die Profis vermehrt zum Einsatz oder schaffen Freiwillige und «Räblüs» die doppelte Menge?

Parallel statt senkrecht

Diese auf der Hand liegende Frage könne nicht abschliessend beantwortet werden, sagen die Verantwortlichen. Für Kurt Wernli, zuständig für den Betrieb im Rebberg, wird es auch künftig «einen rundum professionellen Betrieb mit einem Anteil an Eigentätigkeiten geben».

Für Max Werder, den Projektleiter Rebbergerweiterung, ist noch nirgends geschrieben, dass dereinst der doppelt so grosse Rebberg einen höheren Anteil an externer Hilfe benötigt: «Ich rechne fast mit einem Nullsummenspiel.»

Für diese optimistische Annahme sprechen laut Werder zwei Faktoren: Zum ersten wird die Bewirtschaftung des Rebbergs künftig einfacher, ist doch mit der Erweiterung gleich eine grundsätzliche Neuausrichtung der Rebstöcke vorgesehen: Nach der vorgesehenen Terrassierung können vermehrt Maschinen eingesetzt werden und die Arbeiten übers Jahr werden einfacher, wenn die Reben parallel statt senkrecht zum Hang ausgerichtet sind.

Zum zweiten, und da sind sich Wernli und Werder einig, soll der Ausbau weitere freiwillige Helfer motivieren mitzumachen: «Mithilfe im Rebberg ist eine sinnvolle Bewegung an der frischen Luft.» Diese aktive Auseinandersetzung mit dem Kulturgut Weinbau passiert erst noch «am zweitschönsten Arbeitsplatz in ganz Lenzburg – nach dem Schloss», so Wernli.