Seengen
Schüler räumen den Dreck des Rekordsommers weg

50 Schüler sammelten am gestrigen Seeufereinigungstag fast drei Zentner Abfall

Fritz Thut
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Adrian Müller vom Gemeindewerk Seengen erteilt den Schülern vor dem Seeuferreinigungstag Instruktionen.

Adrian Müller vom Gemeindewerk Seengen erteilt den Schülern vor dem Seeuferreinigungstag Instruktionen.

Fritz Thut

«Wir sind stolz auf die hohe Beteiligung.» Gemeindeammann Jörg Bruder betonte in seiner Begrüssung der rund 50 Schüler am Seenger Seeuferreinigungstag seine grosse Freude. Es sei schön, dass Jugendliche zur Verschönerung der ohnehin schon schönen Landschaft am Hallwilersee beitrügen. Bruder: «Geniesst den Schultag in der freien Natur.»

Das Kontrastprogramm zum Büffeln im Schulzimmer war für die Schüler von zwei vierten Sekundarschulklassen und einer dritten Real allerdings kein reiner Genuss. Entlang den Wegen um Hallwilersee und Aabach hat sich gerade in diesem Sommer viel angesammelt. Auch Unappetitliches.

Gerade das schöne Wetter und die damit höheren Besucherzahlen könnten dazu führen, dass besonders viel Arbeit auf die in drei Gruppen aufgeteilten Schüler warte, warnte Gemeindewerksmitarbeiter Adrian Müller die Jugendlichen bei der Instruktion.

Ausgerüstet mit Handschuhen, Hacken, Greifarmen und Abfallsäcken schwärmten sie los und sammelten Flaschen, Dosen und Verpackungen links und rechts der Wege und – bekleidet mit hohen Stiefeln – im seichten Uferbereich. Gar keine guten Noten von den Schülern ernteten die Raucher: «Am mühsamsten sind die vielen Zigarettenkippen», hiess es von verschiedenen Gruppen.

Nach wenigen Stunden waren viele Abfallsäcke gefüllt. «Rund 280 Kilogramm wurde eingesammelt», zog Müller Bilanz. Als Belohnung erhielten die fleissigen Seeuferreiniger im Männerbad ein Znüni und liessen sich bei dieser Gelegenheit von den beiden anwesenden Hallwilersee-Ranger Barbara Gautschi und Peter Wyss über einige Aspekte ihrer Arbeit in der Seetaler Natur informieren.

In Seengen wird der Seeuferreinigungstag abwechslungsweise von der Schule und den örtlichen Vereinen bestritten. Aus organisatorischen Gründen hat man die Aktion hier von den nationalen Clean-up-Days (heuer am 11. und 12. September) abgekoppelt. Ab 2016 geht man noch weiter und verschiebt den Reinigungstag ins Frühjahr, wenn das Littering bei noch reduzierter Vegetation besonders gut sichtbar ist.

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