Seetal

Spannung vor dem Regierungsentscheid: Welche Bezirksschule wird geschlossen?

Wird eine der drei Bezirksschulen aufgehoben, trifft dies weitere Gemeinden, die ihre Bezler an den jeweiligen Standort schicken.Grafik: AZ

Wird eine der drei Bezirksschulen aufgehoben, trifft dies weitere Gemeinden, die ihre Bezler an den jeweiligen Standort schicken.Grafik: AZ

Weil sich das Seetal trotz Arbeitsgruppe nicht einig wurde, gab man das Heft aus der Hand. Nun entscheidet der Regierungsrat in Kürze, welcher der drei Bezirksschulstandorte aufgehoben wird: Treffen wird es Fahrwangen, Seon oder Seengen.

Der Kanton will eine der drei Bezirksschulen im Seetal schliessen. Welche, ist nicht bekannt. Trifft es jene der Kreisschule Oberes Seetal in Fahrwangen, zu der auch Meisterschwanden, Bettwil und Sarmenstorf gehören? Den Standort Seon mit weiteren Schülern aus Dürrenäsch? Oder wird die Bezirksschule Seengen geschlossen, wo auch Bezler aus Hallwil, Boniswil, Leutwil und Egliswil die Schulbank drücken?

Diesen tiefgreifenden Entscheid muss der Regierungsrat fällen. Der Kanton forciert grössere Oberstufenzentren, welche Schülern mehr Freifächer und Lehrern höhere Pensen bieten. Deshalb müssen ab 2022 Bezirksschulen mindestens 6 Abteilungen (2 Klassen pro Jahrgang) mit mindestens 18 Schülern führen. Die Schülerzahlen der drei Bezirksschulen im Seetal werden zusammengerechnet (gemeinsamer Schulkreis) und erfüllen die Vorgaben nicht.

Das Seetal wurde sich nicht einig

Ursprünglich hatte der Kanton den Entscheid, welche Bezirksschule geschlossen wird, den betroffenen Gemeinden überlassen wollen. «Ich bin dagegen, dass man in Aarau aufgrund der Landkarte Entscheide fällt», sagte Bildungsdirektor Alex Hürzeler 2014. Das Seetal machte sich deshalb an die Arbeit. Eine Arbeitsgruppe mit 24 Mitgliedern aus allen elf betroffenen Gemeinden kam dann aber nach mehreren Sitzungen zum Schluss: Kein Standort will seine Schule opfern. Fahrwangen spricht sich für die Schliessung der Bezirksschule Seon aus, Seon und Seengen für die Aufhebung von Fahrwangen.

Die Arbeitsgruppe entschied deshalb, ihren Abschlussbericht mit der Situationsanalyse nach Aarau zu schicken. Das Seetal gab damit das Heft aus der Hand. Nun entscheidet doch der Regierungsrat, welche Schule geschlossen wird. «Der Regierungsrat wird die von der Arbeitsgruppe eingereichten Varianten sorgfältig prüfen», hiess es Anfang Jahr aus dem Bildungsdepartement, der Entscheid werde spätestens im 4. Quartal 2017 fallen.

Diese Überprüfung ist nun fast oder ganz abgeschlossen. Im Seetal erwartet man den Entscheid aus Aarau in dieser oder der kommenden Woche, wie die AZ aus Seetaler Behördenkreisen erfahren hat. Das Bildungsdepartement bestätigt dies auf Anfrage. «Wir rechnen noch diesen Monat mit einem Entscheid des Regierungsrates», sagt Sprecherin Simone Strub Larcher. Der Entscheide werde öffentlich kommuniziert.

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