Leasingpleite

Staatsanwaltschaft verpasst Bruder von Autokönig Santoro einen Maulkorb

Die SAR Premium Cars AG beim Dintiker Kreisel brach im Mai 2011 zusammen.

Riccardo Santoro zu seinen besten Zeiten:

Die SAR Premium Cars AG beim Dintiker Kreisel brach im Mai 2011 zusammen.

Die Staatsanwaltschaft hat dem Bruder des gefallenen Promi- Autohändlers Riccardo Santoro per Verfügung untersagt, geschädigte Leasingkunden über das Strafverfahren gegen SAR Premium Cars zu informieren. Der geplante Info-Abend fand trotzdem statt.

Unter dem Titel «Vom Fall Santoro zum Fall Fidis Finance» hatte Luca Santoro gestern Abend dutzende ehemalige Leasingkunden zu einer internen Orientierung eingeladen – Kunden, die nach seit Kollaps der SAR Premium Cars seines Bruders Riccardo Santoro im Mai 2011 mit teils happigen Forderungen seitens der Fiat-Leasinggesellschaft Fidis Finance konfrontiert sind (siehe Box «Der Fall»).

Staatsanwaltschaft schreitet ein

An der Kunden-Orientierung, zu der auch die az eingeladen war, wollte Luca Santoro mit Akten beweisen, dass Fidis alleinige Täterin und Riccardo Santoro deren Opfer ist.

Daraus wurde jedoch nichts: Kurz vor der Orientierung untersagte die Kantonale Staatsanwaltschaft Luca Santoro in einer Verfügung, über den Fall zu sprechen und Verfahrensakten herauszugeben. «Das Strafverfahren befindet sich im Vorverfahren, das nicht öffentlich ist», sagt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. «Wir wollen verhindern, dass künftige Zeugen, die wir noch befragen müssen, beeinflusst werden.»

Der Informationsabend wurde dennoch durchgeführt, jedoch mit angepasstem Programm.

Lesen Sie hier, was die SAR-Geschädigten diskutierten und gegen wen sich ihre Wut richtet.

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