Möriken-Wildegg

Stau-Spass an der Bünz stresst Fische und Fischer: «Wenn Wasser gestaut wird, erhitzt sich die Fläche schneller»

Füsse baden bleibt erlaubt: das Infoplakat an der Bünz.

Füsse baden bleibt erlaubt: das Infoplakat an der Bünz.

Ab einer Wassertemperatur von 24 Grad gibt es für die Fische vermehrt Stress. Plakate sollen die Fische in der Bünz nun davor schützen. Es wird an die Besucher appelliert, nicht zu baden, die Hunde nicht ins Wasser zu lassen und vor allem auf das Stauen von Wasser zu verzichten.

Die Regentage waren gut für die Bünz, vor allem für ihre Bewohner. Mit den steigenden Temperaturen kommen für die Bewohner des Flusses jedoch vermehrt Probleme, wie Fischenzpächter Roland Herrigel sagt: «Bei der Wassertemperatur gibt es etwas wie eine rote Linie, die ist ab 24 Grad erreicht. Ab dann gibt es für die Fische vermehrt Stress. Wegen der Wärme sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser. Zudem mögen es einige Fischarten lieber kalt», sagt Herrigel.

Dabei spricht der Fischenzpächter vor allem von den Edelfischen wie dem Junglachs, der Äsche und der Wasserforelle. Um die Besucher der Bünz auf das Thema aufmerksam zu machen, hat Herrigel in Absprache mit dem Kanton entlang der Bünz Plakate aufgehängt. Darin wird an die Besucher appelliert, nicht zu baden, die Hunde nicht ins Wasser zu lassen und vor allem auf das Stauen von Wasser zu verzichten.

Auch das Baden soll momentan unterlassen werden

«Wenn Wasser gestaut wird, erhitzt sich die gestaute Fläche noch schneller», sagt Herrigel. «Zudem können die Fische nicht wandern.» Auch das Baden soll momentan unterlassen werden. Füsse abkühlen sei aber kein Problem. «Die Fische brauchen jetzt vor allem Ruhe», so der Fischenzpächter.

Die Hitze und der geringe Sauerstoffgehalt könnten zu einem Fischsterben führen. «Wir hatten letztes Jahr schon einige tote Fische, es war jedoch nicht flächendeckend. Wir möchten es aber auch nicht so weit kommen lassen und handeln proaktiv», erklärt Herrigel. Die Plakate werden nur aufgehängt, wenn die Verhältnisse kritisch sind. «Sie bleiben nicht das ganze Jahr. Sobald sich die Situation wieder beruhigt hat, werden die Plakate entfernt», so Herrigel. (asu)

Das aktuelle Plakat an der Bünz:

Das aktuelle Plakat an der Bünz:

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