Kindergarten

Staufen schafft mit neuem Kindergarten Platz für die Zukunft

Der Kindergarten soll bis im Sommer 2022 entstehen.

Der Kindergarten soll bis im Sommer 2022 entstehen.

An der nächsten Gemeindeversammlung von Staufen wird über einen Kindergarten für 4,34 Millionen Franken entschieden.

An der Wintergmeind im November 2019 bewilligte der Souverän noch den Planungskredit für einen Doppelkindergarten mit der Option zu einem mit drei Abteilungen. Geplanter Standort für den Kindergarten ist das gemeindeeigene Grundstück südlich des Zopfhuus und Gemeindehauses. «Bereits während der Erstellung der Grundlagen für die Wettbewerbsausschreibung zeigte sich, dass aufgrund des grossen Wachstums an Kindern die Option 3-fach-Kindergarten eingelöst werden muss», heisst es im Gmeindsbüechli zur diesjährigen Wintergmeind.

Die Wettbewerbsaufgabe lautete deshalb: Planen eines 3-fach-Kindergarten mit Option vierfach. Doch auch damit nicht genug: Angesichts der starken Zunahme an Schülerinnen und Schülern beantragt der Gemeinderat, die Option 4-fach-Kindergarten/Schulraumerweiterung einzulösen und somit einen zusätzlichen Unterrichts- und Gruppenraum zu erstellen. Kostenpunkt für das Projekt: 4,34 Millionen Franken.

Räumlichkeiten sind für die Unterstufe auch nutzbar

So erhält die Gemeinde einen Kindergarten mit vier Hauptunterrichtsräumen mit je einem Gruppenraum auf zwei Stockwerken. Das Gebäude ist so konzipiert, dass die Räume auch von Unterstufenklassen benutzt werden können.

Damit wird eine wertvolle Raumreserve geschaffen, um die Zunahme der Kinderzahlen aufzufangen», schreibt der Gemeinderat. Heute gehen in Staufen 308 Kinder in fünf Kindergartenabteilungen und in zehn Primarschulklassen. 2024/25 erwartet der Gemeinderat circa 394 Kinder, die in fünf Kindergartenabteilungen und in 14 bis 16 Primarschulklassen gehen.

Die Gemeinde Staufen ist in den letzten Jahren stark gewachsen, alleine im vergangenen Jahr um rund 16 Prozent. Erst kürzlich feierte man in der Gemeinde die 4000. Einwohnerin. Gemeindeammann Otto Moser erklärte im August gegenüber der AZ, dass er eine Stagnation bei 4300 bis 4500 Einwohnern erwartet.

Nebst dem Kredit von 4,34 Millionen Franken wird das Schulhaus jährlich voraussichtlich Kosten von circa 137'000 Franken für Abschreibungen und circa 30'000 Franken Unterhalt kosten, was 1,5 bis 2 Steuerprozentpunkten entspricht (1 Steuerprozentpunkt entspricht in Staufen 103'900 Franken). Ein weiteres Traktandum befasst sich mit einer Fotovoltaikanlage, die auf dem Dach des Kindergartens installiert werden soll. Dafür beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 55'000 Franken. Es wäre nicht das erste öffentliche Gebäude in Staufen, das Solarstrom nutzen kann. Bereits das Zopfhuus hat eine Anlage und auch die geplante Doppelsporthalle wird eine erhalten.

Rund 90 Jahre alte Wasserleitungen

Neben des Kindergartenbaus steht unter anderem noch eine Strassensanierung auf der Traktandenliste. «Der Mühlacherweg verbindet auf einer Gesamtlänge von circa 290 Metern den Büntenweg im Norden mit der Zopfgasse im Süden», heisst es im Gmeindsbüechli. Gemäss dem Strassenzustandsplan und dem Investitionsplan der Gemeinde Staufen solle der Mühleacherweg als nächste Strasse ganzheitlich saniert werden, schreibt der Gemeinderat. «Geplant ist ein Ausbau und eine Erneuerung der Werkleitungsnetze Kanalisation, EW und Wasser.»

So wird zum Beispiel die gesamte Wasserleitung vom Büntenweg bis zur Zopfgasse altersbedingt erneuert. Die Wasserleitung stammt aus den Jahren 1932 bis 1935 und besteht noch aus Grauguss. Der Mühleacherweg wird zudem ein wenig verbreitert und erhält teilweise eine neue Fundationsschicht in den Bereichen, in denen es neue Leitungen gibt oder in denen die vorherige weniger als 40 cm breit war. Die Sanierung soll vom April bis September 2021 ausgeführt werden. Kostenpunkt für das Projekt: 970'000 Franken.

Politapéro findet am 25. 10. um 9.30 Uhr im Zopfhuus statt.

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