Niederlenz
Vanille, Jasmin und ätherischen Öle: Im Hetex-Areal gibt es ökologische handgefertigte Seifen

Nadja Oberhänsli aus Auenstein produziert und verkauft in Niederlenz handgefertigte Seifen. Damit ging für sie ein Traum in Erfüllung.

Kim Wyttenbach
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Für Nadja Oberhänsli (50) ging mit der Seifenproduktion ein Traum in Erfüllung.

Für Nadja Oberhänsli (50) ging mit der Seifenproduktion ein Traum in Erfüllung.

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Betritt man den Fabrikraum von Nadja Oberhänsli, füllt sich die Nase mit Düften wie Vanille, Jasmin und ätherischen Ölen. Die Verskaufablagen ähneln einem Blumenfeld. Hier, im Hetex-­Areal in Niederlenz, produziert und verkauft Nadja Oberhänsli ihre handgefertigten Seifen.

Nadja Oberhänsli lebt in Auenstein. Vor zwei Jahren traf sie den Entscheid, sich selbstständig zu machen. Letzten Januar gründete sie ihre Firma «Natur i de Hand AG – seifenproduktion.ch». «Wir produzieren handgefertigte und nachhaltige Produkte, die frei von Mikroplastik, Konservierungsmitteln und Chemikalien sind», erklärt sie.

Nadja Oberhänsli hat das Handwerk des Seifensiedens bereits vor 30 Jahren in ihrer Ausbildung zur Pharmaassistentin gelernt. «Ich wurde dafür von meinen Mitschülern belächelt. Aber ich empfand die Arbeit mit Lauge und Säure schon damals als sehr spannend und interessant», sagt sie. Nachdem sie ein paar Jahre als Pharmaassistentin gearbeitet hatte, entschied sie sich zu einer Ausbildung in Marketing und Kommunikation. Fortan arbeitete sie als Marketingfachfrau.

Mit 49 legte sie dann ein Sabbatical ein und widmete sich wieder ihrer Leidenschaft, dem Seife­machen. «Früher war Schweinefett Hauptbestandteil für die Herstellung von Seifen. Heute verwende ich natürliche und biologische Öle. Unsere Seifen beinhalten unter anderem Öle wie Kokosöl, Rizinusöl oder Sheabutter», erklärt sie. Aber auch der Duft sei eine wichtige Komponente. Anfangs verwendete sie vor allem ätherische Öle, heute mischt sie auch gerne Parfumdüfte bei.

Am ersten Tag kamen 130 Leute

Nachdem sie in der ersten Jahreshälfte Seifen produzierte und ein Ausbildungskonzept erarbeitete, fand im Oktober der erste Fabrikverkauf statt. «Meine Mitarbeiterin Céline Greil und ich waren total überwältigt. 130 Leute kamen», sagt die 50-Jährige. Auch Familien, die ihren Kindern eine plastikfreie Welt vorleben möchten, kommen an die Fabrikverkäufe. «Besonders gut läuft die Seife ‹The Holy Moly›», sagt Nadja Oberhänsli mit einem Lachen. «Es ist eine Seife für Mann und Frau. Sie hat einen leicht süsslichen Duft und ist für den ganzen Körper und die Hände.»

Für Nadja Oberhänsli ist mit den Seifen ein Traum wahr geworden: «Ich gehe jeden Tag mit einem Lächeln auf den Lippen zur Arbeit.»

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