Lenzburg
Verdichtung der besonderen Art auf der «Schützi»

Bei schlechtem Wetter durchgeführte Veranstaltungen setzen der Schützenmatte zu. Jetzt wird die Wiese mit einem speziellen Untergrund strapazierfähiger gemacht.

Heiner Halder
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Schlechtwetter-Veranstaltungen setzen der Wiese jeweils zu.

Schlechtwetter-Veranstaltungen setzen der Wiese jeweils zu.

HH.

Verdichtung ist das allgegenwärtige Motto im Lenzburger Bausektor, und das gilt nicht nur beim Hochbau. So lag letzte Wochen ein Baugesuch der Ortsbürgergemeinde auf, welches die Anlage eines «Kiesrasens» auf der Schützenmatte zum Inhalt hat. Dabei handelt es sich um die Verdichtung eines Areals im Bereich der Mehrzweckhalle, um die dortige Parkplatz-Situation zu verbessern.

Vorgesehen ist ein 4800 Quadratmeter grosses Stück Wiese zwischen Anreitplatz und Strasse im Boll, anschliessend an Pétanque-Platz und ehemaligen Schiessstand. Hier werden jeweils die Zelte von Messen und Zirkussen sowie Bahnen am Jugendfest aufgebaut, was dem Gras auf die Dauer nicht bekommt und aufwändige Rekultivierungsmassnahmen bedingt. Mit dem Einbau einer Kofferung, bedeckt mit Rundkies und einer Humusschicht obendrauf wird der Platz verfestigt und kann temporären Nutzungen dienen, ohne Schaden zu nehmen. Und wichtig: Das Erscheinungsbild der grossen grünen Wiese wird nicht beeinträchtigt.

Militär hilft mit

Primär soll das Areal dem in der Mehrzweckhalle untergebrachten Militär für die leichteren Fahrzeuge als Abstellplatz dienen, betont Ortsquartiermeister Markus Bucher. Die Belegung der Truppenunterkunft mit 200 Plätzen hat wieder zugenommen, dieses Jahr ist sie schon fast «ausverkauft»; insbesondere die Genieabteilungen beanspruchen für ihre Gerätschaften viel Raum, der Kiesplatz mit den Bäumen wird zu deren Nachteil übernutzt.

Die Zufahrten zum neuen «Parkplatz» sind normalerweise gesperrt, er kann von privaten Personenwagen also nicht genutzt werden. Gemäss dem Verursacherprinzip soll der Abstellplatz von Bausappeuren im WK erstellt und das Material – rund 2500 Kubik hin und zurück – von der Stadt finanziert werden.

Wenn gegen das Baugesuch keine Einwendungen erfolgen, rechnet Bucher mit Baubeginn im Herbst. Weil sich das Fundament noch verfestigen und der Rasen gut verwurzelt sein muss, wird das Areal erst nächsten Frühling brauchbar. Mit dem Projekt kann eine seit Jahren geplante Entlastung der bestehenden Flächen realisiert werden.

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