Holderbank

Wegen Turnhallen-Brand: Das Vereinsleben im Dorf hat sein Zentrum verloren

Holderbank: Dorfleben leidet unter dem Turnhallen-Brand

Holderbank: Dorfleben leidet unter dem Turnhallen-Brand

Noch ist unklar, was die Ursache dafür war, dass die Turnhalle in Holderbank komplett niederbrannte. Klar ist hingegen, dass ein zentraler Ort des Gemeindelebens verloren gegangen ist.

In der Nacht auf Dienstag brannte die Turnhalle in Holderbank bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und leistete einen grossen Einsatz, doch sie konnte die Zerstörung nicht verhindern. Nun steht vom Gebäude nur noch ein verkohltes Gerippe. Die 1924 erbaute Halle stand unter Denkmalschutz und war eine der ältesten im Kanton Aargau.

Durch den Brand wurden auf einen Schlag auch mehrere Vereine obdachlos. So etwa die Musikgesellschaft Holderbank. Ihr diente die Turnhalle nicht nur als Konzertsaal, sie hatte im Obergeschoss auch das Vereinszimmer. 

«Zuerst wusste ich gar nicht, was es alles betrifft. Erst als ich überlegte, was wir in diesem Raum haben, habe ich gemerkt, was alles verloren ging», so Annette Landis, die Präsidentin der Musikgesellschaft, gegenüber «TeleM1». Ersatzinstrumente, die Vereinsfahne, Uniformen  und Notenständer – alles verbrannte und ist verloren.

"Einfach nur tragisch"

Auch die Dorfturnvereine trainierten in der niedergebrannten Turnhalle. René Leder, Oberturner des Turnvereins Holderbank, war noch wach, als der Brand ausbrach. Er erzählt von diesem Moment: «Ich habe gesehen, dass ein Kollege aus dem Turnverein Bilder geschickt hat. Ich musste zuerst schauen, ob das unsere Halle ist und dann bin ich natürlich gerade nach oben gegangen, um nachzuschauen.» In so einem Moment könne man nicht mehr viel sagen, das sei einfach nur tragisch.

Für das Dorfleben in Holderbank, ist der Brand der historischen Halle ein schwerer Schlag. «Wir werden mit Nachbargemeinden schauen, ob es einen Ausweg gibt und diese Kapazitäten in ihren Hallen haben. So könnten wir das eine oder andere gleichwohl in Betrieb halten», erklärt Herbert Anderegg, Gemeindeammann der 1200-Seelen-Gemeinde.

Noch gibt es aber keine Lösung, mit der man das Vereinsleben und den Schulsport aufrechterhalten könnte. Auch die Brandursache ist nach wie vor unklar. 

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