Hundenarr

Wie – und wieso – ein Schönheitschirurg mit 13 Hunden lebt

Wie – und wieso – ein Schönheitschirurg mit 13 Hunden lebt

Zuhause hat er spezielle Möbel für seine Hunde anfertigen lassen und einige seiner Vierbeiner begleiten ihn auch zur Arbeit: Einblick in den Alltag von Felix Bertram.

Er leitet eine private Dermatologie- und Schönheitsklinik mit 2 Standorten, 10 Ärzten und 16 Mitarbeitern und hält sage und schreibe 13 Hunde. Wie geht das alles zusammen? Ein Besuch in der Stube und im Büro von Felix Bertram.

Vor 13 Jahren kam Chihuahua-Dame Paula ins Leben von Felix Bertram. Heute leben bei dem Dermatologen und Schönheitschirurgen 13 Vierbeiner, einige davon aus Tierschutzfällen.

Warum Hunde und warum so viele? Das beantwortete Bertram in der Sendung «tierisch» auf Tele M1 (Video oben): «Dieses soziale Miteinander, dieses Unschuldige, dieses Unbedarfte, das ist schon schön.» «Wärme» würden ihm seine Tiere geben, etwa, wenn er krank sei: «Dann kuscheln sie sich ganz besondern eng an mich.»

Zurück gibt er das etwa, indem er spezielle Möbel für die Tiere hat anfertigen lassen. Und: «Ich habe ein Team um mich, dass die Hunde professionell betreut.» Denn alleine sei das bei 13 Hunden gar nicht mehr möglich.

Bertram betont die Verantwortung, die übernehmen muss, wer sich einen Hund anschaffft: «Das ist ein Lebewesen, das sehr lange bei einem ist, und man muss ihm gerecht werden.»

«Andere haben ein Foto ihrer Frau – ich habe meine Hunde»

Der Hundenarr selbst versucht, so viel Zeit wie möglich mit seinen Tieren zu verbringen. Er nimmt sie mit in die Ferien – und zur Arbeit. Fast jeden Tag darf ihn einen Teil seiner Hunde in die «Skinmed»-Klinik in Lenzburg begleiten – allerdings nur bis ins Büro.

«Für mich bedeutet das ein Stück Wohlbefinden und Familie», sagt der Arzt. «Andere haben ein Foto ihrer Ehefrau oder ihrer Kinder im Büro, ich meine Hunde.»

Klinikhund Lionel

Dort, wo Patienten behandelt werden, ist Sperrzone für die Tiere, aber Felix Bertram wünscht sich, dass «Hunde irgendwann einen Platz im medizinischen Alltag finden». In seiner Kolumne in der AZ sinnierte er kürzlich: 

«In Australien und Israel erlauben einige Spitäler – in gewissen hygienisch unbedenklichen Stationen – stundenweise Hunde bei ihren Herrchen und Frauchen – mit erstaunlich positiven Effekten auf Psyche und Heilverlauf. Es gibt sogar Experimente, die zeigen, dass Hunde Krebs in einem sehr frühen Stadium erschnüffeln können.»

Sein Anfang ist Klinikhund Lionel. Einen Tag vor der Eröffnung der Klinik in Lenzburg im Herbst 2018 stiess der spanische Windhund zu Bertrams Rudel – und bekam kurzerhand das Amt des «offiziellen Spitalhunds». (smo)

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