Lenzburg

Zapfenstreich läutet Volksfest ein – und zwei Regierungsratskandidaturen

Zum Auftakt des Jugendfestes in Lenzburg strömen die Besucher in die Altstadt, unter ihnen zwei Politiker mit Ambitionen.

Sie haben den Lenzburgern am gestrigen Zapfenstreich fast ein wenig die Show gestohlen: die Mörkner Gemeinderätin Jeanine Glarner und der Boniswiler Gemeindeammann Gérald Strub.

Beide sind in der FDP und sitzen derzeit im Grossrat. Gestern wurde bekannt, dass sie Franziska Roth im Regierungsrat beerben wollen.

Sowohl Glarner wie auch Strub waren gestern Abend in den Gassen anzutreffen, gaben sich jedoch eher wortkarg. «Zuerst feiern wir das Jugendfest», so Glarner. Strub äusserte sich auf die Kandidatur angesprochen etwas konkreter. «Die anspruchsvolle Führungsaufgabe im Departement für Gesundheit und Soziales reizt mich». sagte er.

24 Kanonenschüsse eröffnen den Zapfenstreich

Seit Tagen ist die Vorfreude auf das Jugendfest in Lenzburg zu spüren. Diese wird zusätzlich geschürt mit verschiedenen Anlässen im Vorfeld, die im Laufe der Jahre entstanden und heute aus der Agenda nicht mehr wegzudenken sind.

Zu ihnen gehört das Fischessen. Ursprünglich als einmalige Sache geplant, fand es heuer bereits zum 20. Mal statt. Ausnahmsweise war sogar auch im Nicht-Manöver-Jahr für einen kurzen Moment der Pulverdampf fast ein wenig zu riechen: Die von einem professionellen Filmteam erstellte Frontreportage des letztjährigen Freischaren-Manövers feierte am Dienstag im Alten Gemeindesaal vor vollen Rängen Premiere.

Gestern Abend ging es nun so richtig los. Punkt 19.35 Uhr erschallte der erste von 24 Kanonenschüssen über der Stadt, die Tambouren setzten mit Trommelwirbeln ein zum Zapfenstreich. Gerade rechtzeitig hatte Petrus Einsehen.

Die Regenwolken verzogen sich zu Beginn der grossen Volksparty. Die rund 30 Ad-hoc-Bars und Beizen boten wiederum ein vielfältiges Getränke- und Speisensortiment. In der Nacht dominierte wie jedes Jahr das feuchtfröhliche Partyleben.

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