Neues Reglement fürs Personal

Vaterschaftsurlaub umgesetzt – Lohngleichheit in Teams anvisiert.

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Hernach/Ueken Ob die Gemeinden Ueken und Herznach dereinst vor den Traualtar treten, wird sich weisen; die Fusionsabklärungen laufen, auch wenn die Coronapandemie für Verzögerungen sorgt. Unabhängig davon haben die beiden Gemeinden entschieden, in der Ver- waltung zusammenzuarbeiten. Zudem haben sie ein gemeinsames Steueramt geschaffen, das am 1. Januar 2021 operativ wird.

«Die Umsetzung der Verwaltungszusammenarbeit ist seit dem 1.Februar im Gang», schreiben die beiden Gemeinderäte in ihren Botschaften zur nächsten Gemeindeversammlung. Der nötige Gemeindevertrag ist inzwischen abgeschlossen, der Kostenteiler wurde auf 60:40 festgelegt, wobei die grössere Gemeinde Herznach den höheren Teil übernimmt.

Ab Dezember arbeiten insgesamt zehn Personen für die gemeinsame Verwaltung in Voll- und Teilzeitpensen, hinzu kommt ein Lernender.

Bereits viel Erfahrung in der Zusammenarbeit haben die Gemeinden beim Bauamt und der Hauswartung. Seit 2008 führen sie den gemeinsamen «Unterhaltsbetrieb Herznach-Ueken» mit aktuell sechs Mitarbeitenden, einem Lernenden sowie Mitarbeitenden im Stundenlohn.

Bislang gelten aber für die Mitarbeitenden von Herznach andere Rahmenbedingungen als für jene in Ueken. Das macht angesichts der Kooperation wenig Sinn und das wollen die beiden Gemeinden nun ändern. Sie legen dem Souverän dazu ein einheitliches Personalreglement Herznach-Ueken vor.

Da formell mehr Mitarbeitende in Ueken angestellt sind und da vor allem das Perso- nalreglement in Ueken neuer ist, soll das Herznacher Reglement «mehrheitlich demjenigen aus Ueken angepasst werden». Unter anderem sieht das neue Reglement vor, dass das Personal gemeinsam angestellt wird. Dazu ist angedacht, dass je zwei Gemeinderäte aus Ueken und Herznach sowie der gemeinsame Gemeindeschreiber Anstellungsbehörde sind.

Eine weitere Neuerung betrifft die Löhne. Sie werden nicht mehr in Funktionsstufen und Bandbreiten abgebildet. Die beiden Gemeinderäte haben erstmals für 2020 eine Lohnstrategie beschlossen. Diese Strategie werde jährlich überarbeitet und diene als Basis für die Lohnfestlegung, heisst es in der Botschaft. «In der Strategie wird darauf geachtet, dass mittelfristig innerhalb des Teams Lohngleichheit hergestellt wird und die Löhne marktkonform sind.» Bereits umgesetzt ist im Reglement der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub, den das Schweizer Stimmvolk am 27. September angenommen hat. (twe)