Strassensanierung
Flickenteppich zwischen Moosleerau und Reitnau wird für 6 Millionen Franken saniert

Die lange Verbindungsstrasse zwischen den beiden Gemeinden wird aufgepeppt, ebenso die Suhrebrücke.

Cynthia Mira
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bNur noch eine Suhrebrücke führt künftig nach Moosleerau.

bNur noch eine Suhrebrücke führt künftig nach Moosleerau.

Cynthia Mira

Rund 1330 Verkehrsteilnehmer nutzen täglich die Verbindungsstrasse zwischen Moosleerau und Reitnau (Stand 2016). Sie alle müssen sich im kommenden Sommer auf eine fünfwöchige Totalsperrung und weitere Einschränkungen gefasst machen. Die Strasse wird saniert. Betroffen ist die Attelwilerstrasse, die von Moosleerau in Richtung Reitnau zur Hauptstrasse übergeht, und umgekehrt.

Die 1140 Meter lange Strecke ist ein einziger Flickenteppich. Und mitten im Strassenabschnitt führt eine kleine Brücke mit separatem Radweg über die Suhre. Sie wurde 1949 erbaut und weicht 2022 ebenfalls einem Neubau.

Strasse und Brücke sollen schöner und breiter werden

Die Kosten für diese beiden Vorhaben, die Strassensanierung und die neue Suhrebrücke, belaufen sich auf über sechs Millionen Franken. Noch bis am 6. August 2022 liegen die Projektpläne in den beiden Gemeinden Reitnau und Moosleerau auf. Im Auftrag des Kantons erarbeitete das Ingenieurbüro Flury Bauingenieure AG die Sanierungspläne für die Strasse. Im Februar 2020 wurde zudem das Ingenieurbüro Fürst Laffranchi beauftragt, die Suhrebrücke zu erneuern. Die Bauarbeiten erfolgen 2022 koordiniert.

Die bisher separat geführte Brücke über die Suhre für Radfahrer und Spaziergänger wird beim Neubau aufgehoben. Die Strecke führt auch für den Langsamverkehr dann nur noch über eine Hauptbrücke. Diese fällt dafür nach dem Neubau 1,5 Meter breiter aus. Zudem wird sie verlängert und eine Spannweite von 20 Metern aufweisen.

Kosten für Reitnau liegen höher wie für Moosleerau

Die Kosten für die neue Suhrebrücke schlägt gemäss Kostenvoranschlag mit 3'037'000 Franken zu Buche. Eine Sanierung der bestehenden Brücke wäre in etwa gleich teuer geworden. Ähnlich teuer mit 3'630'000 Franken wird auch die Strassensanierung ausfallen. Auch diese wird um einen halben Meter breiter gebaut wie bisher. Damit wird den neuen Normen des Kantons entsprochen. Im Moment liegt die Breite bei 6 Metern, nach der Sanierung wird sie bei 6,5 Meter liegen.

2'030'000 Franken der Kosten entstehen auf dem Gemeindegebiet von Reitnau. Die restlichen 1'600'000 Franken auf der Seite von Moosleerau. Die Kosten übernimmt der Kanton. Nicht in diesem Kostenvoranschlag inbegriffen sind die teilweise notwendigen Erneuerungen der Kanalisations- sowie der Sauberwasserleitungen. Im Zuge der Sanierung werden, wo nötig, auch Werkleitungen entlang der Strecke ausgetauscht.

Im Siedlungsgebiet in Reitnau wird zudem ein lärmarmer Belag eingebaut. Und direkt beim Dorfeingang folgt eine Einfahrtspforte, damit Radfahrer die Strasse sicherer überqueren können. Es werden zwei Biene-Maja-Pfosten benötigt. Der Radweg entlang der Strasse wird während der Sanierungsarbeiten nicht beeinträchtigt, allerdings aber beim Bau der Suhrebrücke, was eine Umleitung erforderlich machen wird. Ein Wanderweg von Triengen nach Staffelbach quert zudem auch die Attelwilerstrasse, weswegen diese ebenfalls umgeleitet wird.

Mit den Bauarbeiten begonnen wird im April 2022. Die Hauptarbeiten der Brücke fallen in die Sommerferien 2022. Diese stehen vom 4. Juli bis 5. August an. Gleichzeitig erfolgt die Sanierung des Abschnitts von Moosleerau bis zur Brücke. Die Verbindungsstrasse wird gesperrt. Die Busse der Linie 85 werden mit Ersatz-Kleinbus über Staffelbach umgeleitet. Die Fertigstellung der Hauptarbeiten ist bis Ende November 2022 vorgesehen. Der Deckbelagseinbau auf der zweiten Teilstrecke bis Reitnau soll später ebenfalls mit einer Vollsperrung an einem oder mehreren Wochenenden erfolgen und fällt auf den Sommer 2023.

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