Spickzettel
Ulrich Giezendanner gesteht Spickaktion im Fernseh-Studio

Gewisse Notizen habe er in seine Hände gekritzelt, gesteht Ulrich Giezendanner. In einer Fernseh-Diskussion fielen seine vollgeschriebenen Hände auf. Bei den Notizen habe es sich um Vor- und Nachnamen gehandelt.

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Ulrich Giezendanner präsentiert bei heftigem Gestikulieren seinen Spickzettel

Ulrich Giezendanner präsentiert bei heftigem Gestikulieren seinen Spickzettel

Screenshot Tele Züri

Kennt der Aargauer SVP-Ständeratskandidat etwa das eigene Parteiprogramm nicht? Am Sonntag jedenfalls liess sich Ulrich Giezendanner beim Spicken erwischen. Der Rothrister SVP-Nationalrat trat beim SonnTalk bei Tele Züri auf. Diskutiert wurde über den kommenden Wahlsonntag. Wer werden die Verlierer, wer die Gewinner sein? Welche Parteien überzeugten im Vorfeld am meisten? Wie wird sich das Wahlergebnis auf die Bundesratswahlen im Dezember auswirken?

Allerdings wurden alle diese Themen durch ein aussergewöhnliches Ereignis in den Schatten gestellt. Observierte man Ulrich Giezendanner genau beim gestikulieren, konnte man schwarzes Gekritzel auf seiner linken Hand erkennen.

«Ich möchte niemanden beleidigen»

Auf Anfrage bestätigte Giezendanner gegenüber az, dass er sich gewisse Notizen auf seine Hand geschrieben habe. «Gewisse Notizen» stellten sich als Vor- und Nachnamen von Personen heraus, über welche er während der Diskussion sprechen wollte. «Es ist sehr peinlich wenn man in der Öffentlichkeit einen falschen Namen nennt. Zur Sicherheit schreibe ich mir deshalb solche Namen auf die Handfläche. Ausserdem möchte ich ja niemanden beleidigen.»

Er habe viele positive Rückmeldungen auf dieses Vorgehen erhalten, beschreibt er. Man dürfe durchaus dazu stehen, wenn man sich zur Hilfe solche Spicks schreibt. «Natürlich habe ich Übung», bestätigt er lachend. «So habe ich einst als Schüler gespickt», sagt er gegenüber Blick.ch.

Gewusst wie

Der Trick sei ganz einfach, klärte Giezendanner auf. Je mehr er gestikuliere, desto mehr könne er auch von seiner Hand abschauen. Somit erklärt sich auch der heftige Extremitäten-Einsatz der bei Ulrich Giezendanner vermehrt beobachtet werden konnte.

Ob Ulrich Giezendanner bereits in der Schule auf diese Weise Prüfungen zu schreiben pflegte, darf man bezweifeln. Es wäre wohl jedem Lehrer sofort aufgefallen. Man dürfe mit der Hand aber nicht zu weit von den Augen entfernt sein, erklärt Giezendanner weiter, sonst könne man in seinem Alter ja nichts mehr lesen. Dies war in seiner Schulzeit sicher auch noch kein Problem. Auf die Frage, ob diese Altersschwäche wohl die einzige sei, lacht Giezendanner herzhaft. (cht)

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