Walteswil

War der Unfall-Lastwagen auf der A1 mit zu wenig Luft unterwegs?

Führte zu wenig Luft zum verheerenden LKW-Unfall auf der A1?

Führte zu wenig Luft zum verheerenden LKW-Unfall auf der A1?

Acht Stunden lang blockierte ein niederländischer Sattelschlepper am Dienstag die A1 bei Walterswil. Nun lichtet sich der Schleier über die Unfallursache: Es ist eine Nachlässigkeit des Chaffeuers. Er hatte wohl zu wenig Luft in den Reifen.

Bilder des umgekippten Lasters zeigen es: Der Pneu des einen Vorderrades ist total zerfetzt. Simon Ochsner, Werkstattchef LKW bei Pneu Egger weiss, wieso der Reifen so aussieht. «Das passiert, wenn man über einen längeren Zeitraum mit wenig Luftdruck oder gar keinem fährt», sagt der Experte gegenüber dem TV-Sender Tele M1. Mit anderen Worten: Der niederländische Laster war mit zu wenig Luft unterwegs.

Dadurch, so Ochsner, erhitzt sich der Reifen und löst sich dann auf. Hat der Chauffeur also geschlampt? Gut möglich. Als Ursache kommt laut Ochsner aber auch ein Fabrikationsfehler in Frage.

Es mutet daher heute wie ein Wunder an, dass am Dienstag auf der A1 nicht mehr passiert ist. Denn ein Stattelschlepper, der einen Vorderrad-Pneu verliert, wird in der Regel zu einem unkontrollierenbaren Geschoss. Das ist am Dienstag auch passiert. Der LKW durchbrach die Mittel-Leitplanke und kippte um. Die A1 war für mehrere Stunden blockiert.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn hat gegen den Unfall-Verursacher einen Verfahren eingeleitet. Zur möglichen Unfallursache will sie sich vorläufig nicht äussern. (rsn)

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