Statt 90 000 Franken nahm die Gemeinde 162 735 Franken ein; 72'735 Franken über dem Budget. Hauptgrund dafür ist, dass viele Firmen ihre Steuern für 2017 erst Ende des Jahres zahlten – zu spät, um die Zahlungen in der Steuerrechnung 2017 aufzuführen. Die letztjährige Steuerrechnung wies denn auch 29'000 Franken weniger Aktiensteuern auf als budgetiert. Diese Steuern wurden nun allesamt in der Rechnung 2018 verbucht. Zudem musste eine Firma ihren Firmensitz korrigieren (zuvor war nicht Moosleerau eingetragen), was der Gemeinde 14 000 Franken an zusätzlichen Aktiensteuern einbrachte.

Als weiterer Punkt fallen die Straf- und Nachtragssteuern auf. Statt der erwarteten 500 wurden 6926 Franken eingenommen. Darunter fallen auch die Anzeigen von Vermögenswerten im Ausland, die noch straflos gemeldet werden konnten und die seit Oktober 2018 von Banken in EU-Ländern automatisch den Schweizer Steuerbehörden gemeldet werden. Gemäss Mitteilung der Gemeinde sind ausserordentliche Steuererträge aus Kapitalzahlungen sowie ein grösserer, quellenbesteuerter Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung weitere Gründe. (fdu)