Bis ins Jahr 2024 könnte jeder zweite Einwohner im Wynental massiv Probleme haben, einen Hausarzt zu finden. Das zeigt eine Studie, die das Spital Menziken und der Gemeindeverband aargauSüd impuls gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Ziel war es, die Entwicklung der medizinischen Versorgungssituation in der Region zu untersuchen und mögliche Massnahmen aufzuzeigen. Die Ergebnisse, erarbeitet durch die Argomed Ärzte AG, Lenzburg, wurden an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands in Oberkulm präsentiert.

Auch wenn der Umfang der Studie klein war (in der Region arbeiten 16 Grundversorger), zeigt sie eindrückliche Tendenzen. So geben 8 der befragten 10 Ärzte an, keine Nachfolgeregelung zu haben. Ebenfalls 80 Prozent praktizieren heute alleine – ein Alarmzeichen angesichts des Trends, dass die meisten jungen Mediziner nur noch in Gruppenpraxen arbeiten wollen. Was kann eine Region tun? Ansätze wurden aufgezeigt und diskutiert. Im Zentrum standen Themen wie Rahmenbedingungen oder Dialog. Ärzte und Gemeinden sollten sich austauschen. Nach den Sommerferien ist deshalb ein Treffen zwischen politischen Vertretern und Grundversorgern der Region geplant.

430 000 Franken generiert

Geschäftsführer Herbert Huber gab den Abgeordneten unter anderem Einblick in das Landschafsqualitätsprojekt (LQP), das seit einem Jahr läuft. AargauSüd impuls motiviert Landwirte, Landschaftsaufwertungsmassnahmen beim Bund anzumelden und so Direktzahlungen zu beanspruchen. Von 135 Betrieben in der Region machen bisher 85 mit. Zusammen haben sie einen Betrag von knapp 430 000 Franken generiert. «Eine erfreuliche Wertschöpfung für unsere Region», so der Geschäftsführer.

Jürg Rubin (Menziken) gab als Gemeinderat und Vorstandsmitglied den Rücktritt.

Jürg Rubin (Menziken) gab als Gemeinderat und Vorstandsmitglied den Rücktritt.

Nach dem Rücktritt von Jürg Rubin aus dem Menziker Gemeinderat und demzufolge auch aus dem Vorstand des Regionalverbands hatte die Versammlung eine Ersatzwahl durchzuführen. Einstimmig wurde der neue Menziker Gemeinderat und ehemalige «Homberg»-Wirt Res Mäder in den Vorstand gewählt. Jürg Rubin, der seit 2014 Vorstandsmitglied war und die Kernthemen Raumplanung und Energie unter sich hatte, wurde von Präsident Martin Widmer gebührend verabschiedet.

Mehreinnahmen durch Mandate

Die Rechnung 2016 des Gemeindeverbands schliesst bei einem Aufwand und Ertrag von 234 215 Franken mit einem Gewinn von 7628 Franken ab – ein erfreuliches Ergebnis nach dem Defizit in höhe von 13 000 Franken im Vorjahr. Mehreinnahmen konnten durch die optimierte Vermietung der Geschäftsräumlichkeiten und die Annahme von zusätzlichen Mandaten generiert werden. So führt aargauSüd impuls neu auch die Geschäftsstelle der «IG Ostumfahrung Suhr» und koordiniert die «Asylregion West».