Ein blauer Citroën wurde vor seine Garage geparkt und wird einfach nicht abgeholt. Besonders ärgerlich ist der Umstand, da das fremde Auto seine Einfahrt versperrt. Wegen des Citroëns kann Brunner sein eigenes Auto nicht mehr in seine Garage stellen. Er ist genervt: "Die Garage kann man fast nicht nutzen. Der Polizei und einem selbst sind die Hände gebunden."

Offenbar hat sogar bereits die Luzerner Kantonspolizei nach dem Auto mit Solothurner Kennzeichen gefahndet, wie Tele M1 berichtet, aber inzwischen kein Interesse mehr an dem Fall.

Das kuriose an der Geschichte ist, dass der Besitzer sich noch am Abend bei Raphael Brunner gemeldet hat und sogar vorbeigekommen ist. Er hat versprochen das Auto bis am Morgen wegzufahren. Am Morgen des nächsten Tages ist er dann tatsächlich auch aufgetaucht, hat aber wieder aufs Neue Versprechungen gemacht: Nun hiess es das Auto würde am Abend weggefahren werden. Dies ist jedoch nicht passiert. 

«Die Schnauze voll»

Brunner hat «die Schnauze voll». Damit er wieder in seine eigene Garage fahren kann, muss das Auto weg. Möchte er das Auto jedoch abschleppen lassen, muss er laut Rechtsanwalt André Kuhn, dies zunächst auf eigene Kosten machen. Diese Kosten kann er dann erst im Anschluss beim Autobesitzer geltend machen. Dass dies jedoch kein einfaches Unterfangen werden wird, wird deutlich, wenn man die Spur des Autobesitzers bis ins solothurnische Wöschnau verfolgt. Diese führt zu einem Briefkasten, der genauso verlassen wie sein Auto wirkt: Er steht ebenfalls offen und die Briefe darin stapeln sich - untern anderem liegt dort bereits ein Brief von der Polizei.

Raphael Brunners Geduld ist am Ende. Er bevorzugt eine schnelle Lösung: «Also wenn es heute Abend noch länger da steht, dann werden wir es mit einem Traktor auf die Strasse hinaus ziehen. Dort wird es dann schon entsorgt.»

So kann Raphael Brunner auch endlich mit dem kuriosen Fall und dem Auto vor seiner Garageneinfahrt abschliessen. (mos)