«Der Beruf der Floristin ist stark mit den kirchlichen Festen verknüpft», sagt Nicole Widmer-Voramwald. Sie kann dadurch gleich ihre zwei Berufungen verbinden: Kreativität mit Naturmaterialien und die kirchliche Jugendarbeit.

Ihre Gotte, die in Genf einen Blumenladen betrieb, weckte bereits in der Schülerin die Leidenschaft für Pflanzen, Lebendiges und alles, was man daraus erschaffen kann. Nach ihrer Lehre als Floristin und einigen Jahren im Beruf wechselte Nicole Widmer zum Blauen Kreuz und bildete sich zur Jugendarbeiterin und Katechetin weiter. Auch in dieser Zeit arbeitete sie in einem reduzierten Pensum als Floristin.

«Blumen sprechen für sich selbst»

Die kirchlichen Feste stehen Nicole Widmer somit doppelt nah. «Weihnachten, Hochzeiten und Taufen werden mit Blumenschmuck verschönert und an Trauerfeiern kann man mit Gestecken sein Beileid auch ohne Worte ausdrücken», erklärt die Floristin. «Blumen sprechen für sich selbst.»

Nach der Geburt ihres ersten Sohnes 2012 verwirklichte Nicole Widmer ihren Traum vom kreativen Gestalten mit einem eigenen Atelier in ihrem Haus in Zetzwil. Unterdessen sind zwei weitere Buben hinzugekommen und sie findet bei der Arbeit mit Naturmaterialien eine Ruheinsel im lebhaften Familienalltag.

Neben Dekorationsaufträgen für ein Hotel und eine Arztpraxis sowie Blumenschmuck für Hochzeiten sind Kurse für kreative Gestaltung mit Naturmaterialien für die Floristin das dritte Standbein, so auch vor der Adventszeit. «Es ist schön, sich mit andern zusammen auf die Weihnachtszeit einzustimmen», sagt sie. Am ersten Advent sind dann aber für die Floristin die meisten Aufgaben erledigt, die bestellten Gestecke ausgeliefert, die Weihnachtsdekorationen aufgestellt.

Im Gegensatz zu früher, als sie in einem Blumengeschäft arbeitete, ist die Adventszeit für Nicole Widmer eher ruhig und sie hat Zeit, sich mit der Familie auf das Fest einzustimmen. «Wir feiern die Geburt Jesu, das grösste Geschenk, das Gott uns gemacht hat», erklärt sie. Chrömli backen, der Besuch des Samichlauses, den Weihnachtsbaum aussuchen: traditionelle Eckpunkte in der Adventszeit. Selbstverständlich schmückt sie ihr Heim weihnachtlich, wobei auch die Buben mithelfen dürfen. Der Adventskranz ist heuer traditionell rund. «Wegen der Bedeutung des Kreises, dass er kein Ende hat», erklärt sie. Der Adventskalender für die Kinder hingegen ist nicht floral geschmückt, aber mit vielen Ideen gefüllt, um miteinander Zeit zu verbringen.