Reinach

Anders als in Oberentfelden wird die Halle saniert – für 1,6 Millionen Franken

Die Halle soll einen neuen Boden bekommen und das Dach abgedichtet und energetisch saniert werden.

Die Halle soll einen neuen Boden bekommen und das Dach abgedichtet und energetisch saniert werden.

In Reinach soll die Gemeindeversammlung am 11.November einen Kredit genehmigen. Die bestehende Anlage ist fast 40 Jahre alt. Im Rahmen der Sanierung soll die Halle wärmetechnisch auf den neuesten Stand gebracht und das Dach saniert werden.

Reinach (Steuerfuss aktuell 112Prozent) gehört zu den wenigen Gemeinden, die aktiv in die Tennis-Infrastruktur investieren. 2016 hat der Gemeinderat die Tennishalle im Moos (drei Plätze) gekauft, um zu verhindern, dass die 1981/82 im Baurecht auf Land der Gemeinde erstellte Anlage einer anderen Nutzung zugeführt wird. Die langjährigen Hallenbesitzer wollten aussteigen und hatten keinen Käufer gefunden.

Es wird nicht abgebrochen

Die fast 40-jährige Halle ist mittlerweile altersschwach. Anders als in Oberentfelden, wo ein Privater die Anlage der «Tennis aarau-West» (sieben Hallenplätze) in absehbarer Zeit abbrechen lässt, will die Gemeinde Reinach sanieren.

Die Gemeindeversammlung soll am 11.November einen entsprechenden Bruttokredit von 1,625 Millionen Franken genehmigen, wie der Gemeinderat jetzt bekannt gab. Es ist auch schon klar, wer die Halle ab Herbst 2021 als Pächter betreiben soll: Nicht mehr die Tennis Reinach AG von Slobodan und Kim Mavrenski, sondern Freddy Blatter (aktuell noch im «Tennis aarau-West» aktiv).

Fotovaltaikanlage ist geplant

In der Vorlage an die Gemeindeversammlung schreibt der Gemeinderat Reinach, es habe in den letzten Jahren wegen der stark alternden Dachhaut aus Welleternit vermehrt Wassereintritte gegeben. Der Hallenboden aus dem Jahr 1997 sei abgenutzt und müsse ersetzt werden. Zudem genüge die Beleuchtung den heutigen Anforderungen nicht mehr und verbrauche zu viel Strom. Überhaupt seien die Energiekosten verhältnismässig gross.

Im Rahmen der Sanierung soll die Halle wärmetechnisch auf den neuesten Stand gebracht und das Dach saniert werden. Ein neuer Hartbelag ermögliche auch die Nutzung der Anlage für andere Aktivitäten (etwa Wyna-Expo). Zudem soll es eine lichtstärkere, weniger Strom verbrauchende LED-Beleuchtung geben und die Garderoben und Duschen sollen auf den neusten Stand gebracht werden. Auf dem Dach ist zudem eine grosse, 180'000 Franken teure Fotovoltaikanlage geplant.

Gemeinde hofft auf namhafte Beiträge

Der Gemeinderat hofft, dass sich der Swisslos-Sportfonds und das Aargauer Energie-Förderprogramm «Das Programm» an den Kosten beteiligen werden. Am 11.November muss der Souverän aber vorerst einen Bruttokredit von 1,625 Millionen Franken genehmigen.

Die Oberwynentaler sind seit jeher tennisfreundlich. Der Tennisclub Reinach-Menziken feierte im August sein 100-jähriges Bestehen. Er hat etwa 120 Aktiv- und Junioren-Mitglieder. Er betreibt neben der Halle drei offene Sandplätze, bei denen die Sanierung ebenfalls ansteht. Es sollen topmoderne, frostunempfindliche Tennisplätze entstehen, deren Unterhalt deutlich günstiger sein wird. Bauherr ist der Verein.

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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