Staffelbach

Cindy und Lucky verschreckten Einbrecher – doch etwas ist nun anders

Cindy Dätwyler ist stolz auf Lucky, der den Einbruch vereitelt hat. Im Hintergrund das Küchenfenster, durch das der Einbrecher ins Haus einsteigen wollte.

Cindy Dätwyler ist stolz auf Lucky, der den Einbruch vereitelt hat. Im Hintergrund das Küchenfenster, durch das der Einbrecher ins Haus einsteigen wollte.

Im Suhrental reissen die Einbrüche nicht ab. Immer wieder versuchen sogenannte Fensterbohrer ihr Glück. So geschehen auch bei Familie Dätwyler aus Staffelbach: Mutter und Tochter erzählen, wie es ihnen eines Nachts ergangen ist.

Es war mitten in der Nacht, kurz vor ein Uhr. Lucky, der Entlebuchermischling, benahm sich unten im Wohnzimmer sonderbar. «Er hat nicht richtig gebellt.» Cindy Dätwyler überlegt einen Moment, geht in Gedanken zurück in jene Nacht Ende Juni und fügt dann an: «Er hat so gewufft.» Das mache er manchmal, wenn er etwas Aussergewöhnliches wahrnehme. Auf jeden Fall sei etwas anders gewesen als sonst. Sie stand auf, um nachzusehen.

Noch auf der Treppe, die ins Wohnzimmer hinunter führt, erkannte die 17-Jährige, dass mit dem Küchenfenster etwas nicht stimmte. «Der Griff hat sich ganz langsam nach oben bewegt.» Dann habe sie einen Schatten verschwinden sehen. «Er hat mich wohl gesehen und ist abgehauen.» Auch Cindy machte kehrt und weckte ihren Vater. Die Polizei wurde alarmiert. An Schlaf war nicht mehr zu denken.

Grossfahndung wegen Einbrechern in Schöftland

Grossfahndung wegen Einbrechern in Schöftland (11. Juni 2015)

In jener Nacht wurde Familie Dätwyler von Einbrechern mit Fensterbohrer heimgesucht. Nicht auszudenken, wie weit der oder die Täter gegangen wären, hätte der Hund nicht Alarm geschlagen. Andernorts in der Umgebung haben die Täter nicht einmal vor dem Zimmer, in dem die Bewohner nichts ahnend schliefen, Halt gemacht.

Keine Nacht mehr durchgeschlafen

«Dieses Vorgehen ist für die Betroffenen schlimm», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau. Der psychische Schaden, den die Täter bei den Bewohnern anrichten, sei erheblich. «Deshalb bemühen wir uns, dass die Täterschaft bald gefasst werden kann.» Cindy hat seit dem Einbruchversuch keine Nacht mehr durchgeschlafen. Im Dunkeln ist ihr unwohl. Jedes Geräusch lässt sie aufhorchen. Auch ihre Mutter, Rosetta Dätwyler, tut sich schwer: «Es ist nicht mehr wie vorher, ich fühle mich irgendwie ausgeliefert.»

Die Polizei vermutet, dass es sich bei den Einbrüchen der vergangenen Wochen im Suhrental immer um die gleiche Täterschaft handelt. Unklar ist, ob es nur zwei, drei Personen sind oder ob eine ganze Gruppe dahinter steckt. Trotz Polizei-Grossaufgebots Mitte Juni haben die Einbrüche nicht aufgehört. Erst jetzt ist es ruhig geworden – jedenfalls im Aargauer Teil des Suhrentals. Dafür hat die Kantonspolizei Luzern jenseits der Kantonsgrenze eine Anhäufung von Einbrüchen zu verzeichnen.

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