Schöftland

Das katholische Pfarreizentrum soll für 1,5 Millionen Franken saniert werden

Das Pfarreizentrum Schöftland soll modernisiert werden.

Um Energie zu sparen, ist eine neue Isolation und eine klimafreundliche Heizmethode geplant. Über den Kredit wird nächstes Jahr befunden.

41 Jahre alt ist das katholische Pfarreizentrum Schöftland. Für die kirchlichen Mauern noch kein Alter. In Sachen Energiesparmassnahmen ist es jedoch gegenüber der heutigen Technik hintendrein. Das Pfarreizentrum soll deshalb energetisch und technisch saniert werden.

«Seit der Erbauung 1978 wurde punkto Isolierung ausser einer Nachisolierung auf der Ostseite nichts gemacht», sagt Erwin Koch, Verantwortlicher Liegenschaften der Ortskirchenpflege. Das Pfarreizentrum habe immer noch dieselben Fenster wie vor 41 Jahren.

Nach der Sanierung soll das Gebäude klimafreundlich heizen, zudem soll durch gute Isolation der Wärmeverlust reduziert werden. Dazu wird die 20-jährige Oelheizung ersetzt. Als Ersatz wird aus drei möglichen Systemen ausgewählt: Einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasserpumpe) oder einer Holzpellet-Heizung.

Glühbirnen-Leuchter werden zu Energiesparer

Zur Energiegewinnung wird auf dem Süddach eine Photovoltaikanlage montiert. Auch die Lüftung wird erneuert. «Mit der heutigen Lüftung gibt es einen zu hohen Wärmeverlust. Mit der geplanten Wärmerückgewinnung kann dieser stark reduziert werden», sagt Koch.

Die Fenster werden komplett ersetzt, was ebenfalls energetische Vorteile bringt. Vorsicht ist dabei bei den farbigen Kirchenfenstern geboten, die behutsam herausgenommen und nach der Isolierung wieder eingesetzt werden.

Die Glühbirnen der Kirchen-Deckenleuchten werden mit energiesparenden LED-Leuchten ersetzt. Die schöne Kristallleuchter-Optik, die durch die 24 Glühbirnen je Leute entsteht, bleibt aber erhalten, versichert Koch. «Das LED-Licht ist etwas stärker, es lässt sich aber per Dimer auf jede gewünschte Stufe einstellen.

Auch der Kirchturm erstrahlt nach der Sanierung in neuer Frische: Er wird gründlich gereinigt und bekommt aussen einen neuen Anstrich. Erneuern will man auch die Gebäudeautomation. «Die Heizung werden wir nach der Sanierung mit einer App steuern können», so Koch.

Mit einem Tippen auf den App-Befehl kann der Sakristan so etwa in der kühlen Jahreszeit vor den Ferien die drei Unterrichtszimmer auf 15 Grad herunterkühlen und zu Schulbeginn wieder auf 20 Grad erwärmen.

In einem Jahr wird über den Kredit entschieden

Nach der Infoveranstaltung vom Montag wird das Projekt am 26. November der Kreiskirchgemeindeversammlung vorgelegt. Danach wird es von der Ortskirchenpflege im Detail ausgearbeitet und die Baukosten eruiert.

Sie werden heute auf 1,5 bis 2 Millionen Franken geschätzt. Über den Baukredit entscheiden die Kirchgemeindemitglieder im November 2020. «Wir hoffen, im Frühling 2021 mit dem Bau beginnen zu können», sagt Koch. Die Einweihung ist für Ende 2021 geplant.

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