Schlossrued

Das Mühle-Kraftwerk wird rückgebaut

Hier stand das Wehr und wurde das Wasser abgeleitet.

Hier stand das Wehr und wurde das Wasser abgeleitet.

In Schlossrued muss in eine Anlage investiert werden, die seit Jahrzehnten ausser Betrieb ist.

Der 600 Meter lange Oberwasserkanal ist so zugewachsen, dass er als solcher kaum mehr zur erkennen ist. Ebenso das Wehr, mit dem das Wasser unterhalb der Firma Hochuli Holzbau aus der Ruederchen in den Mühlekanal abgeleitet worden ist. Es ist im August 2007 durch ein Hochwasser weitgehend zerstört worden. Noch da sind die Betonteile. Um sie geht es primär im Wasserrechtsverfahren, dessen öffentliche Auflage gestern begann (bis 7. September). Thema ist die Stilllegung der Kleinwasserkraftwerksanlage und die Sanierung der Fischgängigkeit. Dabei entstehen Kosten von etwa 200000 Franken, die weder vom bisherigen Kraftwerksbesitzer noch von der Gemeinde Schlossrued getragen werden müssen.

Den Gesuchsunterlagen ist zu entnehmen, dass die Mühle dank des Bachwassers von 1944 bis 1995 durch eine Francis-Turbine (nutzt die Wasserkraft direkt, ohne Strom zu erzeugen) angetrieben werden konnte. Danach lief die Turbine nur noch zu Schauzwecken und die Mühle wurde elektrisch betrieben.

Nach der Zerstörung des Wehrs unternahm der Besitzer mehrere Versuche, die Anlage wieder aufzubauen. Doch alle scheiterten – nicht zuletzt wegen steigender Anforderungen des Bundes. Jetzt hat der Betreiber beschlossen, die 2024 auslaufende Konzession nicht mehr zu erneuern.

«Damit die Fischgängigkeit der Ruederchen wieder hergestellt werden kann, sind die verbliebenden Einbauten beim zerstörten Wehr (Wehrschwellen, seitliche Mauern) zurückzubauen», heisst es in den Unterlagen. Die grosse Wehrschwelle wird durch eine Abfolge von Schwellen mit Kolkbecken und eingebauten Wurzelstöcken ersetzt. Es entsteht so ein kleines Fischparadies. (uhg)

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