Reinach AG

Das Reservoir Holzacker soll erweitert werden

Beste Aussicht auf Beinwil am See: das Reservoir Holzacker.

Beste Aussicht auf Beinwil am See: das Reservoir Holzacker.

Die Fläche des Reservoirs Holzacker soll um eine Fläche von 148 Quadratmetern vergrössert werden.

Das Reservoir im Holzacker steht zwar auf Reinacher Boden, das gesammelte Wasser darin ist aber für Beinwil am See bestimmt. Seit 1912 guckt es – gut versteckt im Reinacher Sonnenberg-Wald – auf den Hallwilersee. 1993 wurde es renoviert und der Betriebsraum erweitert, 2011 nochmals technisch modernisiert. Jetzt soll das Reservoir erneut erweitert werden. Dafür sprach die Beinwiler Gemeindeversammlung letztes Jahr 1,65 Millionen Franken. «Für die langfristige Sicherung der Wasserversorgung ist dieses Projekt enorm wichtig», sagte Gemeindeammann Peter Lenzin im Vorfeld der Sommergmeind.

Inzwischen liegt das Baugesuch in Reinach auf. Der Plan: Die beiden Reservoirkammern erneuern, ein neues Stufenpumpwerk einbauen und zwei neue Kammern hinzufügen. Das Reservoir Bürgerheim, das am Ende seiner Nutzungsdauer angekommen ist, soll damit ersetzt werden. Ebenso ersetzen die Erweiterungsbauten das Stufenpumpwerk Wühri, denn im neuen Betriebsraum werden zwei neue Pumpen platziert. Die Baukosten betragen gemäss Baugesuch 900000 Franken.

Eine bessere Wasserversorgung für Beinwil

Mit der Erweiterung möchte Beinwil den Betrieb seines Trinkwassernetzes und damit die Trinkwasserversorgung verbessern. Die beiden neuen Reservoirkammern werden je 250 Kubikmeter fassen.

Durch das erweiterte Reservoir werden gemäss Baugesuch «markante Verbesserungen» erwartet. Nebst einer höheren Versorgungssicherheit etwa eine bessere Löschwasserversorgung in der Niederzone oder einen optimierten Pumpbetrieb. Im gleichen Zug soll das Reservoir Holzacker mit dem Reservoir Lüsch verbunden werden, dass die Gemeinden Beinwil, Menziken und Reinach gemeinsam errichtet hatten. Künftig kann das Trinkwasser vom Reservoir Lüsch direkt in die Behälter des «Holzacker» eingespeist werden. Vorteil ist der Wegfall von Druckschwankungen, der durch die Lage der Gemeinden am Hang (Hoch- und Niederzonen) in Verbindung mit dem Runterfliessen und Hochpumpen des Wassers entsteht. Für die Erweiterung wird eine Fläche von 148 Quadratmetern benötigt. Die Idee ist, dass Reinach der Gemeinde Beinwil diese Fläche abtritt. 1675 Quadratmeter Bäume fallen den Bauarbeiten zum Opfer, die hernach jedoch wieder aufgeforstet werden können. Die zu rodende Fläche sei laut Baugesuch «auf das Minimum reduziert».

Die Sicherheitsvorschriften haben sich seit der Ära des Originalbaus vor 100 Jahren entscheidend verändert. Der Beton von Böden, Decke und Wänden der neuen Kammern wird 38 Zentimeter dick. Um das gesamte Becken herum wird eine Sickerleitung erstellt, um den Aufbau von Wasserdruck zu vermeiden.

Die Kammern werden mit Erdmaterial von einem Meter Stärke bedeckt. Dies, um die Temperatur auszugleichen und Frost zu vermeiden. Zudem werden im Eingangsbereich Stützmauern aus Beton erstellt. Die Bauzeit soll von April 2020 bis Juni 2021 dauern.

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