Menziken

Der Gasthof Storchen soll abgerissen und neu aufgebaut werden

Der Gasthof Storchen in Menziken.

Der Gasthof Storchen in Menziken.

Der neue Gasthof soll vier Geschosse, fünf Wohnungen und einen Wintergarten bekommen. Dies bleibt aber nicht die einzige Bautätigkeit im Dorf. Auch die Überbauung Grossmatt ist auf dem Weg.

Im Gebiet Aargau West hat Menziken (gemäss Erhebung im September) mit 7,58 die zweithöchste Leerwohnungsziffer nach Boniswil. 232 leere Wohnungen zählte die Gemeinde mit 6300 Einwohnern Anfang August, wie damals der Kanton vermeldete.

Währenddessen wird in Menziken weiter gebaut. Zum Beispiel auf dem Areal des Gasthofs zum Storchen. «Storchen»-Wirtin und Liegenschaftsbesitzerin Mirjana Frei plant, das bestehende Gebäude abzureissen und neu aufzubauen. Das entsprechende Baugesuch liegt derzeit öffentlich auf. Der neue «Storchen» soll deutlich höher werden: Vier Geschosse sind geplant, fünf Wohnungen sollen über der neuen Gaststube eingebaut werden. Zwei davon haben zwei Zimmer, zwei haben drei Zimmer, dazu kommt eine Sechszimmer-Wohnung. Rück- und Neubau kosten 2.9 Millionen Franken. Nach hinten ist ein Wintergarten geplant. Gleich 46 neue Wohnungen sind im Gebiet Grossmatt geplant.

Die Kurt Weber Immobilien AG möchte auf der Brache der Ecke Russirainstrasse/Friedhofstrasse drei Mehrfamilienhäuser bauen. 33 Wohnungen sind als Zwei-, Drei- oder Vierzimmerwohnungen geplant. Acht Wohnungen haben fünf Zimmer, eine hat sechs. Dazu kommen vier Einzimmer-Wohnungen.

Einwohnerdichte mit städtischen Dimensionen

Die Überbauung Grossmatt will somit Familien, Paare und Einzelpersonen vereinen. Das Architekturbüro Marti und Partner, das für das momentan aufliegende Baugesuch das Fachgutachten erstellt hat, spricht von 80 Personen, die dereinst in den drei Blöcken wohnen könnten. Die sich dadurch ergebende Einwohnerdichte habe bereits städtische Dimensionen. Aufgrund der Distanz von einem Kilometer zum Zentrum sei diese Dichte aber vertretbar.

Die neue Siedlung wird auch vom Rickenbach touchiert. Damit die Bewohner an den Bach gelangen, wird die Lagerhalle, die den Zugang heute versperren würde, teilweise abgebrochen, der bisher versteckte Bach wird so auf dem Grossmatt-Gelände freigelegt. Die drei Gebäude sind vierstöckig (plus Attikageschoss) und um das kleine Siedlungs-Pärkli gruppiert. Auch rund um die Mehrfamilienhäuser ist Grünfläche gelegt, insgesamt beträgt die Spielfläche, wie sie im Baugesuch genannt wird, 600 Quadratmeter.

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