Kulm

Der zweite Anlauf: SP will mit Patrick Hüsser erneut einen Sitz im Bezirksgericht

Patrick Hüsser, Familienvater aus Oberkulm.

Patrick Hüsser, Familienvater aus Oberkulm.

Die Kulmer SP kämpft für einen Sitz im Bezirksgericht, das bisher fest in bürgerlicher Hand ist.

Das gilt für die drei Gerichtspräsidenten ebenso wie für die sechs Bezirksrichter. Fünf der Laienrichter gehören der FDP (3) und der SVP (2) an. Eine ist bei den Grünen. Die Sozialdemokraten, im Bezirk Kulm die zweitstärkste politische Kraft bei den Nationalratswahlen 2019, sind aussen vor.

Im Februar versuchten sie bei einer Ersatzwahl den Freisinnigen einen Sitz abzujagen. Ohne Erfolg. Patrick Hüsser (SP) wurde von Samuel Spirgi (FDP) klar geschlagen.

Die Ausgangslage für die Gesamterneuerungswahlen vom 27. September ist etwas undurchsichtig, weil noch keiner der bisherigen Bezirksrichter öffentlich kommuniziert hat, ob er wieder antreten wird. Aufgrund von Alter und Amtszeiten wären Abgänge keine Überraschung. Eines ist aber seit dem Wochenende klar: Die SP will es wieder wissen. Und wenn nicht eine der bisherigen Parteien auf einen ihrer Sitze verzichtet, wird es im Herbst eine Kampfwahl geben.

«Die SP will am Bezirksgericht mitwirken», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Genossen präsentieren erneut Patrick Hüsser (35, Oberkulm) als Kandidaten. «Er bringt für das Amt als Laien-Bezirksrichter ein hohes Mass an Sozialkompetenz und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn mit», heisst es.

«Die während seiner beruflichen Etappe als Gastronomiekoch und Lehrlingsausbilder erworbene Erfahrung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und Milieus kommt auch in seiner heutigen Tätigkeit im Aussendienst eines Getränkeherstellers zum Tragen.» (uhg)

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