Hirschthal

Die «Mobi» hilft mit 120'000 Franken beim Zähmen des Talbachs

120'000 Franken, die das Gemeindebudget entlasten. Neben dem Talbach übergibt Daniel Probst (2. v.r.) an Peter Stadler. Mit dabei sind Heinz Kleiner (r.) und Markus Goldenberger.

120'000 Franken, die das Gemeindebudget entlasten. Neben dem Talbach übergibt Daniel Probst (2. v.r.) an Peter Stadler. Mit dabei sind Heinz Kleiner (r.) und Markus Goldenberger.

Die Versicherungsgesellschaft spendet an das 1,48-Millionen-Projekt – Spatenstich war schon.

Das Bächlein kann ganz schön anschwellen. Im Falle des Hochwassers, wie es theoretisch nur alle 100 Jahre vorkommt, beträgt die Abflussmenge fünf Kubikmeter pro Sekunde – und nicht nur einige Liter, wie aktuell. «Wir hatten seit 1994 vermehrt Hochwasserfälle mit Schäden», erklärte gestern Hirschthals Gemeindeammann Peter Stadler.

Ganz schlimm war es am 27. August 2010, als sogar der Untergeschoss der damals neuen Mehrzweckanlage Hirschmatt überflutet wurde. 2013 und 2017 gab es weitere Schadenfälle. Für Stadler ist klar: «Der Klimawandel hat mit seinen immer wiederkehrenden Extremereignissen auch Hirschthal erreicht.»

Im Jahr 2009 begann man erste Studien zu machen, wie der Talbach gebändigt werden könnte. Schliesslich bewilligte die Gemeindeversammlung im Dezember 2016 einen Kredit von 1,48 Millionen Franken. Bis seitens des Bundes und des Kantons alle Subventionen gesprochen und das Land erworben war, dauerte es nochmals einige Zeit. Jetzt läuft der Bau und man rechnet mit seinem Abschluss im Sommer 2020, wie Gemeinderat Markus Goldenberger gestern am offiziellen Spatenstich erklärte.

37 Millionen Franken in 15 Jahren

Das Problem des Talbachs ist eine Kanalisationsleitung unter der Lindengasse. Der ursprünglich in den Sechzigerjahren gebaute Bach wurde später über sie geführt. Das führte im Hochwasserfall zu Rückstaus bis in den Bereich Kindergarten. Und das, obwohl die Durchflüsse insbesondere unter der Kantonsstrasse über die notwendigen Querschnitte verfügen.

Jetzt werden aus dem einen Kanalisationsrohr vier Röhren. Damit kann die Bachsohle etwa 70 Zentimeter abgesenkt werden. In Kombination mit einer Ausweitung des Querschnitts wird die Hochwassergefahr massiv reduziert. Dafür müssen aber Bäume gefällt werden. Im Anschluss an die eigentlichen Bauarbeiten wird es ökologische Aufwertungsmassnahmen geben.

Die Sanierung ist ganz im Sinne der Mobiliar. «Unsere Gesellschaft ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Hand zu unterstützen», erklärt Daniel Probst Generalagent der Mobiliar Aarau. Auf Initiative seines Mitarbeiters, dem in Hirschthal wohnenden Heinz Kleiner, gelang es, bei der Mobiliar Mittel aus dem Präventionsfonds zu organisieren.

Und zwar deutlich mehr als erhofft: 120'000 Franken. «Das ist der grösste Check, den ich in meiner über 30-jährigen Karriere bei der Mobiliar übergeben konnte», sagte Probst. Die Mobiliar hat in den letzten 15 Jahren schweizweit 136 Projekte mit rund 37 Millionen Franken unterstützt.

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