«Das Schulzentrum ist kein Schulhaus im herkömmlichen Sinn, sondern das Verwaltungsgebäude für die Schule», sagte gestern der für die Schule zuständige Gemeinderat Daniel Wehrli (SVP) anlässlich des Spatenstichs. Bis im Sommer 2019 wird unmittelbar neben dem Bezirksschulhaus der «Neubau Schulzentrum Schöftland» erstellt. Er ist Teil des 7,2-Millionen-Kredits, den die Gemeindeversammlung im November 2016 bewilligt hatte. Und er ist, obwohl das bei Planungsbeginn nicht so beabsichtigt war, eine Voraussetzung für die Integration der Oberstufen-Kreisschule Oberes Suhrental in die Schule Schöftland, welche 2020 erfolgen soll. Noch in Diskussion ist, ob entweder in Reitnau oder in Staffelbach ein Aussenstandort realisiert werden kann.

Aussergewöhnlicher Holzbau

Bevor gebaut werden kann, muss die «Alte Chäsi» abgebrochen werden. Das soll nächste Woche geschehen. Nach dem Aushub wird das Untergeschoss erstellt. In Beton. Ab Frühling 2018 folgen dann das Erd- und die beiden Obergeschosse. Sie werden als Holzbau erstellt. «Wir wollen mit einheimischem, schweizerischem Holz arbeiten», betonte gestern Gemeinderat Wehrli. Die Ortsbürger kommen für einen Teil der Mehrkosten auf und haben einen Beitrag von 100 000 Franken bewilligt. Kleiner Wermutstropfen: Das Holz wird nicht aus dem Schöftler Wald stammen. Aus Qualitäts- und Termingründen, wie Wehrli erklärte.

Der Neubau soll im Sommer 2019 fertig sein. Die Schöftler haben ihr Jugendfest um ein Jahr verschoben, damit es ein grosses Einweihungsfest geben wird.

Der Planungsprozess für das neue Schulzentrum begann im November 2010 – mit der Erarbeitung eines Schulraumkonzeptes. In einer ersten Phase wurde insbesondere das Alte Schulhaus umgebaut (Einweihung 2014). Der 7,2-Millionen-Kredit für das Schulzentrum umfasst neben dem Neubau (6,7 Millionen Franken) die Verlegung und Erweiterung des Veloständers (150 000 Franken – abgeschlossen) und die spätere Umnutzung der freiwerdenden Räume in den bestehenden Schulhäusern, deren Nutzer in den Neubau umziehen. Das Schulzentrum war nicht nur an der Gemeindeversammlung unbestritten, es gingen während der Bauauflage in diesem Frühling auch keine Einsprachen ein.

Verwaltung für 90 Lehrer

Das neue Gebäude wird zwar eine minimale Lüftung, aber keine Klimaanlage erhalten. Es bekommt Fernwärme von der Gasheizung im Bezirksschulhaus. Und auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Was kommt in das Dienstleistungsgebäude für die Schule? Büros für die Schulverwaltung (die Schule Schöftland beschäftigt 90 Lehrer) und ein Lehrerarbeitszentrum mit Mediothek. Dazu gibt es Sitzungs- und Besprechungsräume. Im Keller werden die Abwarte künftig einen zentralen Stützpunkt haben.

Raum für den Mittagstisch

Eine besondere Bedeutung hat das Erdgeschoss: Dort gibt es einen Aufenthaltsraum für Schüler (vor allem auswärtige) und einen multifunktionalen Raum für den Mittagstisch (mit Küche). Dieser Raum ist ausserhalb der Schulzeit auch von Externen, beispielsweise Vereinen, nutzbar.