Roggliswil (LU)
Diese Katze sass vier Tage auf einem Baum fest – kurz nach der Rettung gebärt sie

Die Stützpunktfeuerwehr Zofingen hat am Wochenende eine hochschwangere Katzenmutter gerettet. Diese sass im luzernischen Roggliswil nahe der Kantonsgrenze vier Tage auf einem Baum fest. Kurz nach der Rettung kamen vier Junge auf die Welt.

Rolf von Arx
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Dieses Bild schoss Besitzerin Hildegard Imbach 42 Stunden nach der Rettung.

Dieses Bild schoss Besitzerin Hildegard Imbach 42 Stunden nach der Rettung.

Zur Verfügung gestellt

«Sie hat sich noch nicht richtig erholt», sagte gestern Katzenbesitzerin Hildegard Imbach aus dem luzernischen Altbüron. Ihr ist schleierhaft, wie ihre Katze, die im Juli erst ein Jahr alt wird, ins rund vier Kilometer entfernte Roggliswil nahe der Grenze zum Kanton Aargau gekommen ist. «Ich kann nicht glauben, dass sie eine Woche vor der Geburt so weit weggegangen ist.»

Vermutlich habe sie jemand in einem Fahrzeug mitgenommen und «sie wieder rausgelassen oder sie konnte flüchten», mutmasst Imbach, die in Altbüron den Spar-Laden führt.

Dank Social Media habe die Besitzerin die Katze rasch gefunden, sagte Marcel Graf, Kommandant der Feuerwehr Pfaffnau-Roggliswil. «Wenn eine Katze auf einen Baum klettert, kann sie auch wieder hinunter», so Graf. Doch diese Katze habe so lange geschrien, dass sich die Feuerwehr entschied, sie zu retten.

Vier Tage auf dem Baum

Laut Graf habe das hochschwangere Büsi vier Tage auf der Esche ausgeharrt. Am Samstag nach 18 Uhr erlöste sie dann Bruno Giger, Vizekommandant der Stützpunktfeuerwehr Zofingen, mithilfe der Autodrehleiter aus einer Höhe von rund 15 Metern.

«Weniger als zwei Stunden später hat die Katzenmutter angefangen zu werfen», sagt Hanspeter Geiser, Landwirt in Roggliswil, der der jungen Mutter einen Raum auf seinem Bauernhof zur Verfügung stellte.

Am Tag darauf, am Sonntagnachmittag, holte sie dann Hildegard Imbach ab. «Die Katze lief nie weg, aber sie war im Juli 2014 in Roggliswil geboren worden.» Da ihre Mutter überfahren worden sei, habe Imbach die Katze ungewöhnlich früh zu sich genommen. «Zwei der Jungen wird mein Sohn Reto nehmen», erklärt Hildegard Imbach, «für die anderen beiden werden wir auch ein gutes Plätzchen finden.»

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