Kölliken

Ein Jahr lang Baustellenstress: In zwei Wochen setzt der erste Presslufthammer an

Bei der Einmündung der Richtergasse in die Hauptstrasse muss eine Böschung angepasst werden.

Bei der Einmündung der Richtergasse in die Hauptstrasse muss eine Böschung angepasst werden.

Die millionenschwere Strassensanierung in Kölliken beginnt in zwei Wochen.

«Die Beläge der Hauptstrasse in Kölliken haben ihre Lebensdauer erreicht», schreibt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) in einer Mitteilung. Ab Montag, 16. September wird der alte Belag deshalb herausgerissen. Die Hauptstrasse, eine Kantonsstrasse, wird zwischen Scheidgasse und Ghürststrasse saniert. Die Bauarbeiten des über 900 Meter langen Abschnitts dauern bis Herbst 2020.

Aber nicht nur der Belag soll verbessert werden. «Die Hautstrasse wird nach der Sanierung beidseitig ein Trottoir und markierte Radstreifen haben», sagt Projektleiter Martin Meier von der Abteilung Tiefbau. Bisher besteht nur auf einer Seite ein Trottoir und dieses ist nicht durchgehend. Dadurch «wird insbesondere die Verkehrssicherheit für den Velo- und Fussverkehr erhöht», schreibt das BVU weiter. In Kölliken kam es in der Vergangenheit mehrmals zu Unfällen, bei denen Kinder von Autos angefahren wurden.

Kreuzungen sollen übersichtlicher werden

In zwei Wochen wird der erste Presslufthammer an der Kreuzung Scheidgasse (Mühlegasse) und Hauptstrasse angesetzt, danach geht es in acht Etappen à 150 Meter Richtung ehemalige Sondermülldeponie bis auf Höhe Ghürststrasse. Entlang der jeweiligen Bauetappe verläuft der Verkehr einspurig und wird per Lichtsignal geregelt. Für Fussgänger und Velofahrer gibt es eine Umleitung.

Auch werden gemäss Mitteilung «die Knoten so angepasst, dass die Sichtzonen gewährleistet werden können». Dazu hat die Abteilung Tiefbau die Kreuzungen von Quartierstrassen mit der Hauptstrasse untersucht. Ziel ist, dass keine Hindernisse die Sicht blockieren. «Wo eine bessere Sicht mit einfachen Mitteln erreicht werden kann, etwa dem Entfernen von hohen Blumentöpfen oder Hecken, werden wir uns darauf beschränken», sagt Martin Meier. Nur an einer Stelle müssten bauliche Massnahmen ergriffen werden: Bei der Richtergasse muss eine Böschung geringfügig angepasst werden.

Auch unter der Strasse wird alles neu

Die Kosten für die Strassenbauarbeiten belaufen sich auf 4,4 Millionen Franken. Der Betrag wird zwischen Kanton und Gemeinde aufgeteilt. Die Gemeinde Kölliken nutzt die Bauarbeiten, um im Boden Leitungen zu ersetzen und die Strassenbeleuchtung zu erneuern. Um diese Arbeiten sowie den Gemeindeanteil der Belagssanierung finanziell decken zu können, sprach die Gemeindeversammlung im Juni 2015 einen Kredit von 5,3 Millionen Franken.

Insbesondere im Bereich von Fussgängerstreifen soll die Beleuchtung verbessert werden. Die zu ersetzende Wasserleitung stammt noch aus dem Jahre 1903. Nebst der Leitung werden auch die Hausanschlüsse ausgewechselt. Schliesslich werden die Abwasserleitungen auf dem Bauabschnitt saniert und wo nötig erneuert.

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