Alpen-Club Zofingen

Einweihung der modernen Vermigelhütte: Auch Alt-Nationalrat Steinegger feierte mit

Die erweiterte Vermigelhütte oberhalb von Andermatt. Rechts Alt Nationalrat Franz Steinegger (links) und SAC-Zofingen-Präsident Beat Weber.

Die erweiterte Vermigelhütte oberhalb von Andermatt. Rechts Alt Nationalrat Franz Steinegger (links) und SAC-Zofingen-Präsident Beat Weber.

Nachdem die Aarauer ihre Chelenalphütte überholt haben, modernisiert der Alpen-Club Zofingen seine Vermigelhütte, die ob Andermatt auf 2050 Metern Höhe liegt.

Neben der Chelenalphütte oberhalb Göschenens und dem Weidhüsli oberhalb von Hasliberg (SAC Homberg) ist die Vermigelhütte der Zofinger die Unterkunft des dritten Schweizer Alpen-Clubs im Gebiet Aargau West. Die Aarauer erneuerten ihre Chelenalphütte 2008. Diese Sommerferien nun dürfen die Wanderer, die in den Urner Alpen unterwegs sind, in einer modernisierten Vermigelhütte übernachten. Der SAC Zofingen weihte seinen erweiterten Unterschlupf pünktlich zum Ferienbeginn ein.

An der Einweihungsfeierlichkeiten des Anbaus waren nicht nur SAC-Mitglieder, Handwerker und Sponsoren anwesend, auch Prominenz feierte mit. Franz Steinegger (75), alt Nationalrat und von 1989 bis 1991 SAC-Zentralpräsident, freute sich als Festredner gemeinsam mit dem SAC Zofingen über den Hüttenausbau.

Umbau verzögert

Wir haben mit dem Umbau der Vermigelhütte einen lange gehegten Wunsch realisiert», sagte Beat Weber, Präsident der Zofinger Sektion des Schweizer Alpen-Clubs am Einweihungstag. Auf 2050 Meter über Meer, hoch über Andermatt, wurde nach der Einweihung der Elektrifizierung nun schon das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren gefeiert: Dieses Mal stand die Einweihung der Hüttenwartszimmer und der neuen sanitären Anlagen auf dem Programm. 2011 hatte die Generalversammlung des SAC Zofingen den Umbau genehmigt – ursprünglich hätte er 2013 abgeschlossen sein sollen. Doch fehlende Bewilligungen verzögerten die Arbeiten. «Dank der Zwangspause konnten wir das Projekt überdenken», erinnerte sich Baukommissionspräsident Robert Matter. So wurde aus dem kleinen Bauprojekt ein grosses: Erst wurde die Küche umgebaut, dann die Elektrifizierung realisiert und schliesslich der Anbau mit den Hüttenwartszimmern erstellt. Gleichzeitig entstanden neue sanitäre Anlagen und eine dreistufige Kläranlage. Die so erneuerte Vermigelhütte, da waren sich am Wochenende alle einig, ist nun gerüstet für die Zukunft.

Der alte Präsident vermittelte

Dass dieser überhaupt realisiert werden konnte, war unter anderem Franz Steinegger zu verdanken. So hat er, als die Bewilligungen ausstehend waren, alle Beteiligten an einen Tisch gebracht und vermittelt. «Er hat sozusagen den Haussegen wieder gerade gerückt zwischen der Kooperation, der Landbesitzerin, und dem SAC-Zofingen, dem Hüttenbetreiber», erklärten die SAC-Verantwortlichen. Nun sei die Zusammenarbeit zwischen Zofingen und Andermatt wieder sehr gut und zukunftsgerichtet. Ebenfalls anwesend war Paul Dubacher, der «Erfinder» des Vier-Quellen-Wegs. Die Vermigelhütte steht am Anfang dieser Wanderroute und kann seit deren Eröffnung eine höhere Besucherfrequenz verzeichnen. Ein weiterer Grund für die Modernisierung der Hütte.

Auch aus Zofingen war Prominenz da: Stadtrat Andreas Rüegger fuhr mit seiner Tochter mit dem Mountainbike auf die Vermigelhütte. Als einziges SAC-Mitglied im Stadtrat sei seine Anwesenheit an der Einweihung gesetzt gewesen, meinte er, als er etwas ausser Atem gerade noch rechtzeitig zu den Feierlichkeiten eintraf.

Zimmer für die Hüttenwarte

Damit die für die Zukunft gerüstete «neue» Vermigelhütte eingeweiht werden konnte, war viel Arbeit vonseiten der Mitglieder des SAC Zofingen nötig. Sie haben Projekte entwickelt und konkretisiert, Sponsorenbeiträge an Land gezogen und ganz wichtig: Fronarbeit geleistet. «Ohne die Mithilfe unserer Mitglieder hätte der Anbau bestimmt 1 Million Franken gekostet», sagt Tommy Dätwyler, Presse- und Sponsoringverantwortlicher des SAC Zofingen. So konnten die Kosten auf rund 800 000 Franken begrenzt werden. Finanziert durch ein Bankdarlehen, die Hüttengewinne der letzten Jahre sowie verschiedene Sponsorenbeiträge und Spenden.

Dass diese Gelder gut eingesetzt worden sind, davon überzeugte ein Rundgang durch die erneuerte Hütte: Der bisherige Keller mit Waschraum und Toiletten, eher dunkel, eher müffelig und feucht, ist einem modernen Ausbau gewichen. Bisher schliefen die Hüttenwarte in einem Zimmer, das eigentlich für die Gäste vorgesehenen war. Mit den neuen Räumen ändert sich dies und das ehemalige Hüttenwartszimmer steht wieder für die Gäste zur Verfügung: 36 Plätze bietet die Vermigelhütte neu für müde Wanderer und Biker. (lbr/fdu)

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